Karl Hofer

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Sogenanntes Carl-Hofer-Haus in der Waldstraße 21
Schild am Wohnhaus in der Waldstraße 21
BBK-Schaufenster im Carl-Hofer-Haus bei Nacht (Präsentation Herbert Wetterauer)

Karl Christian Ludwig Hofer (* 11. Oktober 1878 in Karlsruhe; † 3. April 1955 in Berlin) war ein deutscher Maler des Expressionismus.

Leben

Die ersten zehn Lebensjahre verbringt Hofer im Haus in der Waldstraße 21. Eine Tafel an dem Gebäude erinnert daran. (Siehe auch unter Ehrungen.)

Der Vater stirbt früh und die Mutter muss auswärts arbeiten, so dass Hofer seine späteren Kinderjahre im Waisenhaus verbringt.

Die Mutter seines Freundes, des späteren Philosophen Leopold Ziegler, erkennt seine Begabung und verschafft ihm 1897 ein Stipendium an der Karlsruher Kunstakademie. Zwei Jahre später wird Hofer Schüler von Hans Thoma.

Hofer pflegt freundschaftlichen Kontakt zu Alfred Mombert, Karl Albiker, Albert Haueisen und Wilhelm Laage.

Ab 1900 kehrt Hofer Karlsruhe den Rücken. Es folgen Aufenthalte in Paris, Rom und Berlin.

1921 wird er zum Professor an den vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg berufen.

1934 wird Hofer entlassen, 1937 entfernen die Nazis 311 seiner Bilder als „entartet” aus den Museen und 1938 folgt ein Berufsverbot. 1943 wird sein Berliner Atelier bei einem Luftangriff mit 150 Gemälden sowie 1.000 Zeichnungen zerstört.

Nach dem Krieg schafft er die zerstörten Bilder neu. Er erhält seine Professur zurück und wird Direktor der Berliner Hochschule für Bildende Künste.

Ehrungen

Die Carl-Hofer-Schule ist nach dem Künstler benannt. Auf dem Geigersberg gibt es die Carl-Hofer-Straße.

Eine Tafel am sogenannten Carl-Hofer-Haus in der Waldstraße 21 erinnert an ihn. Hier unterhält das Künstlerhaus eine ständige Ausstellungsdependance in seinem BBK-Schaufenster.

Weitere Straßen siehe Karl-Hofer-Straße (Begriffsklärung).

Das Museum im Schloss Ettlingen verfügt über zahlreiche vor allem figürliche Werke Hofers.

Weblinks