Gustav Wolf

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Gustav Wolf (geboren 26. Juni 1887 in Östringen; gestorben 18. Dezember 1947 in Greenfield/Mass., USA) war ein jüdischer Maler, Grafiker und Holzschneider.

Leben und Wirken

Gustav Wolf studierte in Karlsruhe an der Großherzoglichen Kunstgewerbeschule.

Er nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg beim Reserve-Infanterieregiment 201 teil, wo er 1914 schwer verwundet wurde. Später war er Professor an der Badischen Landeskunstschule.

1938 emigrierte der als Jude Verfolgte seine Heimat und ließt sich in New York nieder, wo er aber nie heimisch wurde.

Wolf lehnte 1946 ein Angebot ab, nach Deutschland zurückzukehren.

Prof. Wolf starb mit 60 Jahren in den Vereinigten Staaten und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Greenfield bestattet.

Nachlass

Lola Wolf, Gustav Wolfs Witwe, hatte 1988 ein großes Bündel Schriftstücke, darunter ein 307 Seiten starkes Kriegstagebuch, und den künstlerischen Nachlass der Stadt Östringen vermacht. 2010 übergab die Stadt die Archivalien an das Deutsche Kunstarchiv in Nürnberg. Die Holzschnitte, Grafiken und Ölgemälde sind in der nach ihm benannten Kunstgalerie in Östringen zu sehen.

Ausstellungen

  • „Gustav Wolf lebt noch: Kriegserfahrung und künstlerische Verarbeitung im Ersten Weltkrieg“, 18. Juli bis 26. September 2014 im Rathaus am Marktplatz Bruchsal[1][2][3], danach vom 3. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015 in der Gustav-Wolf-Galerie Östringen.

Weblinks

Fußnoten

  1. Artikel Gustav Wolf lebt noch – Erfolgreiche Ausstellungseröffnung (Pressemitteilung der Stadt Bruchsal) vom Montag, 21. Juli 2014, bei bruchsal.org
  2. Artikel Gustav Wolf lebt noch - Materialien bei bruchsal.org
  3. Der Ausgespiene und die Bestie bei bruchsal.org