Carlsruher Zeitung

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Die Carlsruher Zeitung war nach dem Carlsruher Wochenblatt die zweite Zeitung in Karlsruhe. Im Gegensatz zum Carlsruher Wochenblatt, das vor allem regionale Nachrichten brachte, enthielt die Carlsruher Zeitung Nachrichten aus aller Welt.

Inhaltsverzeichnis

Herausgeber

Herausgeber war Michael Macklot, dessen Vorfahren über Frankreich aus Schottland gekommen waren, und der Mitte des 18. Jahrhunderts die Karlsruher Filiale des berühmten Buchhändlers und Verlegers Cotta leitete. Michael Macklot war auch Herausgeber vom Carlsruher Wochenblatt.

Geschichte

Im Oktober 1757 erhielt Macklot das Privileg, eine neue Zeitung zu drucken. Die Carlsruher Zeitung erschien am 23. November 1757 zum ersten Mal. Am 27. Oktober 1810 wurden durch großherzogliches Dekret sämtliche politischen Zeitungen in Baden verboten. Napoleon hatte diesmal seinen Willen durchgesetzt. Eine einzige Zeitung, die in Karlsruhe unter den Augen der Regierung redigiert werde, genüge für die Bedürfnisse Badens vollkommen, schrieb Napoleon seinem Karlsruher Gesandten. Und so durfte in ganz Baden nur die „Carlsruher Zeitung“ weiter erscheinen, die ab 1. Januar 1811 den Titel „Großherzoglich-Badische Staatszeitung“ erhielt und direkt dem Ministerium des Auswärtigen unterstellt wurde [1]. Ab dem 1. Januar 1817 hieß die Zeitung dann Karlsruher Zeitung. 1847 erwirbt der G. Braun Buchverlag die Karlsruher Zeitung, die bis zum Jahr 1934 erschien.

Erscheinungsweise

Anfangs 2x wöchentlich, ab 1759: Dienstag, Donnerstag und Samstag, bei der Neuauflage 1817 täglich.

Inhalt

Sie sollte die Bevölkerung in erster Linie über den 1756 begonnen Siebenjährigen Krieg informieren, und berichtete später auch über andere europäische Kriege. Eine politische Zeitung also, wenngleich kontroverse politische Themen vermieden wurden. Oder besser gesagt: vermieden werden sollten, wie in Georg Patzers Buch „Kleine Geschichte der Stadt Karlsruhe“ nachgelesen werden kann: Denn als Macklot 1791 in seiner „Carlsruher Zeitung“ Argumente gegen, aber eben auch für die französische Revolutionsverfassung publizierte, wurde er zu drei Tagen Haft verurteilt, die sein Sohn für ihn absitzen durfte. „So liberal war man damals dann doch nicht, dass man öffentlich Argumente für die Revolution gestattet hätte“, schreibt Patzer.

Fußnoten

    Persönliche Werkzeuge