Karl Blind

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Karl Blind (* 4. September 1826 Mannheim, † 31. Mai 1907 London) war badischer Revolutionär.

Leben

Blind wurde 1826 als Sohn eines Wachsfabrikanten in Mannheimn geboren. 1843 lernte er Gustav Struve und dessen politische Ideen kennen, denen er fortan folgte. Von 1843 bis 1847 studierte er in Heidelberg Jura, und ging in Frühjahr 1848 nach Straßburg, um für die Radikale Mannheimer Zeitung über die Ereignisse der Pariser Februarrevolution zu berichten. In der Folgezeit wurde Blind zu einem engen Vertrauten Struves.

Im April am sogenannten Heckerzug beteiligt, nahm er auch am Putschversuch Struves teil, in dessen Verlauf er sich selbst zum Generalkommissär ernannte. Nach Scheitern des Putsches wurder er wegen Hochverrates zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, die er zunächst in Rastatt, später in Bruchsal verbüßte.

Im Zuge der Befreiung politischer Gefangener aus dem Weiberzuchthaus (wo er und andere Revolutionäre wegen Überfüllung der beiden Männerzuchthäuser untergebracht wurden) kam er im Mai 1849 vorübergehend frei. Er wurde Schriftleiter der Karlsruher Zeitung, die öffentliches Regierungsblatt der Revolutionsregierung war. Später wurde er von Lorenz Brentano, mit dem er sich im Streit befand, als Botschafter nach Paris gesandt. Nachdem er wieder gefassst wurde, wurde er im Movember 1850 zu vier Jahren Haftstrafe verurteilt. Nach seiner Entlassung ging er nach London, wo er als Deutschlehrer, Schriftsteller und Zeitungskorrespondet arbeitete.

Ehrungen

Die Blindstraße im Karlsruher Stadtteil Knielingen ist nach ihm benannt.

Weblinks