Benedikt Kürner

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Benedikt Kürner (* 26. Juni 1837 in St. Peter/Freiburg; † 13. September 1891 in Karlsruhe), auch in der Schreibweise Benedict Kürner bekannt[1], war Sänger, Schauspieler und Regisseur am Hoftheater in Karlsruhe.

Kürners Personalakte wird in Karlsruhe im Generallandesarchiv verwahrt (Bestand 57a, Nr. 1260).[2]

Leben und Wirken

Eigentlich sollte Benedikt Kürner katholische Theologie studieren, aber aufgrund seiner Stimme schlug er nach seiner Militärzeit beim Leibgrenadierregiment eine künstlerische Laufbahn ein. Seine Ausbildung erhielt er vom Baritonist Oberhoffer. Am 12. Mai 1859 stand er das erste Mal auf der Theaterbühne als Rudolf der Harras im Stück in Rossinis „Tell“. Im September des gleichen Jahres verpflichtete Eduard Devrient ihn für zweite und dritte Tenorpartien im Karlsruher Hoftheater. Dort spielte er zahlreiche kleinere und größere Rollen, aber sein Durchbruch gelang erst 1867 mit dem Rücktritt von Heinrich Eberius, wodurch ihm das gesammte Tenorbuffo[3]-Fach zufiel.

Bei der Uraufführung von Brahms’ „Neuen Liebeslieder-Walzer“[4] (op. 65) am 8. Mai 1875 in Karlsruhe sang Kürner zusammen mit Luise Walter, Johanna Schwarz und Joseph Hauser.[5]

Anfang der 1880er Jahre wurde er mit der Regie der Oper betraut, die er zusammen mit August Harlacher ausführte. Im November 1890 ging er in den Ruhestand aufgrund eines körperlichen Leidens.

Am 10. Juni 1873 heiratete Kürner in Ettlingen die 1853 geborene Mathilde Vetter, Tochter von Nicolas Vetter und Barbe Marie Vetter, geborene Haug.

Weblinks

Datenbankeinträge:

Fußnoten

  1. Vgl. beispielsweise A. Heinrich's deutscher Bühnen-Almanach, Band 26, Seite 132 und Musikpädagogische Blätter, 1878, Seite 186
  2. www.Landesarchiv-BW.de/plink/?f=4-1168452
  3. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Tenorbuffo“
  4. Allgemein zu diesem Werk siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Liebeslieder-Walzer“
  5. Horst Alteneder: „Das Leben und Wirken von Johannes Brahms vor dem politischen Hintergrund seines Jahrhunderts“ (Diplomarbeit), Wien 2008, Seite 39