Wilhelm Schnarrenberger

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Porträt Wilhelm Schnarrenberger 1962
Ansprache von Oberbürgermeister Günther Klotz zur Verleihung des Hans-Thoma-Preises für Professor Schnarrenberger (rechts stehend) 1962 in Bernau
Wilhelm Schnarrenberger und Oberbürgermeister Günther Klotz 1962 in Bernau

Wilhelm Schnarrenberger (* 30. Juni 1892 in Buchen (Odenwald); † 12. April 1966 in Karlsruhe) war ein Maler und Professor in Karlsruhe.

Leben und Wirken

Wilhelm Schnarrenberger zählt zu den Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Er ist der Sohn eines Gymnasialprofessors und machte 1911 sein Abitur. Von 1911 bis 1915 besuchte er die Königliche Kunstgewerbeschule München in München und studierte parallel in München Architektur. Ab 1913 war er Schüler des Gebrauchsgrafikers Fritz Helmuth Ehmcke und ein Freund von Karl Rössinge. 1918 wurde er zum Dienst im Ersten Weltkrieg eingezogen.

Er war ab 1920 für die Zeitschriften „Wieland”, „Simplicissimus” und „Der Weg” tätig. Schnarrenberger unterrichtete von 1921 bis 1933 an der Badischen Landeskunstschule.

1924 war Gründungsmitglied der „ORNA-Werkstätten für Werbung und Innendekoration”. Unter den Nationalsozialismus war seine Kunst verpöhnt und wurde 1937 als „entartet” gebrandmarkt und verboten, nachdem er bereits seit 1933 nicht mehr unterrichten durfte. Nach dem Krieg zog er sich zeitweise aus der Malerei zurück und eröffnete 1938 seiner Frau Melitta (1909-1996) in Lenzkirch eine kleine Ferienpension. 1944 begann Schnarrenberger wieder mit dem Malen und wurde 1947 zum Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe berufen.

Schnarrenberger legte stets auf das handwerkliche Können seiner Schüler großen Wert, so mussten diese zuerst das Zeichnen von architektonischen Gebäuden und Alltagsgegenständen erlernen, bevor er sie malen ließ.

Werke (Auszug)

  • Das Kinderzimmer (Ehemals Bildnis zweier Knaben), 1924/25
  • Die Freunde, 1924
  • Alte Männer gehen spazieren, 1922
  • Gruppenbild
  • Atelier
  • Schwestern
  • Studie
  • Bildnis der Mutter, 1923
  • Der kühle Blick

Auszeichnungen

1962 erhielt er für sein künstlerisches Werk den Hans-Thoma-Preis.

Literatur

Weblinks