Württemberg-Baden

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Nach dem Zweiten Weltkrieg werden Karlsruhe und Stuttgart zunächst von französischen Truppen besetzt, die dort provisorische Verwaltungen einrichten. Am 7. und 8. Juli 1945 werden die Franzosen in beiden Städten durch amerikanische Besatzungstruppen abgelöst. Es kommt zur endgültigen Teilung beider Länder in eine jeweils amerikanische Nord-, und eine französische Südhälfte.

Im Norden entstehen die Landesbezirke Nordbaden und Nordwürttemberg. Die weitgehend autonome Verwaltung des nordbadischen Landesbezirks - ursprünglich mit Sitz in Mannheim unter Oberpräsident Karl Holl - zieht am 11. Oktober 1945 nach Karlsruhe um und verdrängt dadurch die dort ansässige badische Landesverwaltung unter Alfred Bund nach Freiburg im Breisgau. Die Leitung des Landesbezirks hatte nach Entlassung von Karl Holl kurz zuvor Heinrich Köhler übernommen.

In Stuttgart kommt es nicht mehr zur Errichtung einer autonomen Landesbezirksverwaltung. Stattdessen wird hier bereits die Bildung eines Landes Nordwürttemberg-Nordbaden vorbereitet.

Am 19. September 1945 werden die Landesbezirke Nordbaden und Nordwürttemberg von den Besatzungsmächten endgültig zum Land Württemberg-Baden mit der Hauptstadt Stuttgart als Teil der Amerikanischen Besatzungszone vereinigt. Ministerpräsident wird Reinhold Maier (DVP). Der nordbadische Landesbezirkspräsident Heinrich Köhler tritt als stellvertretender Ministerpräsident in die neue Landesregierung ein.

1949 wird Württemberg-Baden Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. 1952 schließen sich die Länder Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern gegen den Willen der badischen Bevölkerung zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg zusammen.

Personen

Landesbezirkspräsidenten von Nordbaden (1945)

Ministerpräsident von Württemberg-Baden (1945 - 1952)

  • 24. September 1945 - 25. April 1952 -- Reinhold Maier (1889-1971), DVP/FDP

siehe auch

Weblinks