Stele für die Nationalspieler des Karlsruher Fußballvereins (KFV)

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Die Stele für die Nationalspieler des Karlsruher Fußballvereins (KFV) erinnert an die

Text der Stele

Karlsruhe erinnert

Die Nationalspieler des Karlsruher Fußballvereins (KFV)


Zu den großen KFV-Fussballern gehörten die

beiden einzigen deutschen Nationaspieler

jüdischen Glaubens. Der Mittelstürmer Gott-

fried Fuchs ist deutscher Rekordtorschütze

mit zehn Toren in einem Länderspiel, Julius

Hirsch der einzige Karlsruher Fußballer, der

zweimal eine deutsche Meisterschaft ge-

wann: 1910 mit dem KFV, 1914 mit der Spiel-

vereinigung Fürth. Zusammen mit Fritz Förde-

rer, Rekordnationalspieler des KFV, bildeten

sie den erfolgreichsten deutschen Innensturm

vor 1914. Beide waren nach der nationalsozi-

alistischen Machtergreifung 1933 gleich der

Verfolgung durch die neuen Machthaber aus-

gesetzt. Während Fuchs 1937 fliehen konnte

und 1972 in Kanada starb, wurde Hirsch 1943

in Auschwitz ermordet.


Beim KFV spielten von 1908 bis 1952 acht

weitere deutsche Nationalspieler, Hermann

Bosch, Max Breuning, Ludwig Damminger, Kurt

Ehrmann, Wilhelm Gris, ernst Hollstein, Lo-

renz Huber und Franz Immig.


Beim Länderspiel gegen Holland am 24.März

1912 in Zwolle standen sechs KFV-Spieler auf

dem Platz. Beim %:5 schoss Julius Hirsch allein

vier Tor. Da außerdem der FC Phönix Karls-

ruhe zweio Spieler stellte, war diese National-

manschaft eine auf drei Positionen verstärk-

te Karlsruhe Stadtauswahl.


Text: Stadtarchiv Karlsruhe

Geschichte

Enthüllung durch den OB

Die Stele wurde erst am 15. Mai 2010, 65 Jahre nach der Ermordung von Julius Hirsch, von Oberbürgermeister Heinz Fenrich enthüllt.

Bilder

Lage

Sie befindet sich vor dem Pflegeheim Haus Karlsruher Weg, dem Ort des früheren KFV-Stadions im Karlsruher Weg:

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