Ludwig-Wilhelm Heidt

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Ludwig-Wilhelm Heidt, OVST in Stutensee-Staffort 2012
Traueranzeige für Ludwig-Wilhelm Heidt

Ludwig-Wilhelm Heidt (* 9. Oktober 1951 in Staffort; † 25. September 2021 Stutensee-Staffort) war Berufssoldat der Bundeswehr und Kommunalpolitiker in Stutensee. Von 2004 bis 2021 war er Ortsvorsteher des Stadtteils Staffort.[1]

Leben und Wirken

Ludwig-Wilhelm Heidt war der ältere von zwei Söhnen des Stafforter Land- und Schwanenwirts Wilhelm Heidt (1926–1976) und dessen Ehefrau Ingeborg, geborene Hauth (1928–2011). Nach seiner Schulausbildung in Staffort und Karlsruhe erhielt er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei L’Oréal in Karlsruhe mit anschließender Übernahme in das Angestelltenverhältnis.

Nach seiner Einberufung zur Bundeswehr entschied sich Fallschirmjäger Heidt, als Zeitsoldat und später als Berufssoldat zu dienen. Er war 1993 als „Blauhelm“ im Auslandseinsatz in Somalia und absolvierte während seiner 34-jährigen Dienstzeit diverse Auslandsaufenthalte mit zahlreichen Anerkennungen. Am 31. Oktober 2004 schied Heidt als Oberstabsfeldwebel aus der Bundeswehr aus.

Der langjährige Gemeinderat (Freie Wähler) der Stadt Stutensee (1989-2019) und Ortschaftsrat des Stadtteils Staffort wurde 2004 zum Ortsvorsteher von Staffort gewählt. Sein Mandat wurde 2009, 2014 und 2019 jeweils um weitere fünf Jahre verlängert.

Die Vorbereitung und Durchführung des Veranstaltungszyklus der Stafforter 900-Jahrfeier im Jahr 2010 brachten ihm, ebenso wie das von ihm mit ins Leben gerufene Kleine Fest der Nationen, hohe Anerkennung, die weit über die Stadt und die Hardtregion hinausreichte. Durch sein Engagement erhielt Staffort eine Patenkompanie aus dem Bruchsaler ABC-Abwehrbataillon. Auch die Versöhnung mit den früheren Kriegsgegnern lag ihm am Herzen. So wurde 2020 ein Gedenkstein am Stafforter Friedhof angebracht, der an die britischen Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert, die bei Staffort ums Leben gekommen waren.[2]

Ortsvorsteher Heidt verstarb am 25. September 2021[3]

Heidt war seit 1975 mit Ilse geb. Herrmann verheiratet. Beide haben zwei gemeinsame Kinder.

Engagements

  • Ortschaftsrat Staffort seit 1989, ab 2004 Ortsvorsteher bis zu seinem Tode
  • Patenschafts-Verantwortlicher zum ABC-Abwehrbataillon 750 von der General-Dr.-Speidel-Kaserne Bruchsal.
  • Gemeinderat Stutensee 1989 bis 2019; bis Mai 2017 insgesamt 20 Jahre Fraktionsvorsitzender der Freien-Wähler-Gemeinderatsfraktion im Gemeinderat Stutensee und in einem Zwischenzeitraum 4 Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender[4]
  • In der Kriegsgräberfürsorge und Kriegsgräberpflege, siehe Kriegsgräberstätte Schloss Stutensee, Vorstandsmitglied des Bezirksverbandes Nordbaden des Volksbundes und zuvor auch Vorstandsmitglied des Landesverbandes Baden-Württemberg[5]
  • Ehemals Leiter des Hilfswerkes des Bundes Deutscher Fallschirmjäger e.V.
  • Langjähriger Vorsitzender des Gesamtelternbeirates Stutensee
  • Pflege und Aufrechterhaltung der Brennereikultur durch Übernahme der elterlichen Brennerei in der vor mehr als 50 Jahren der Stafforter Topinamburschnaps Erdgold entstand

Auszeichnungen und Ehrungen

Weblinks

Literatur

  • Wilhelm Otto Hauck: Staffort – Schloß und Dorf an der steten Furt (Ortschronik), Gemeinde Stutensee 1993
  • Hanna Heidt: Erinnerungen an die Vergangenheit. Eigenverlag, Schwanen Stutensee-Staffort 2003
  • Manfred G. Raupp: Ortsfamilienbuch Staffort, Herausgeber Stadt Stutensee, Verlag Gesowip Basel 2010, ISBN: 978-3-906129-64-8
  • Manfred G. Raupp: Ludwig-Wilhelm Heidt - Leben und Wirken in Stutensee-Staffort 2021, ISBN: 978-3-945046-26-5
  • Wilfried Süß: Archiv mit Dokumenten und Bildern zur Geschichte von Staffort

Fußnoten