Karl Reinfried

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Reinfrieds Grabstein
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Karl Reinfried (* 24. April 1842 in Bühl; † 5. Oktober 1917 in Moos) war katholischer Pfarrer in Moos und Heimatforscher mit Themenschwerpunkt Mittelbaden.

Leben und Wirken

Reinfrieds Vater war Wirt des Gasthauses „Zum Kreuz“. Nach dem Gymnasiumsbesuch in Rastatt ging Reinfried zum Studium nach Freiburg. Die Priesterweihe erhielt er am 6. August 1867. Erste Vikariatsstellen führten ihn nach Neusatz und Diersburg. 1869 kam er nach Ottersweier. Hier recherchierte und schrieb er über die lokal bedeutende Wallfahrt Maria Linden.

Im März 1870 wurde er als Pfarrer nach Meersburg versetzt. 1880 kam er zunächst als Pfarrverweser nach Moos, im Jahr darauf wurde ihm die Pfarrstelle dauerhaft übertragen, die er bis zu seinem Tode innehielt.

Seine Heimatforschung äußerte sich unter anderem mit Artikeln im Badischen Beobachter oder im Freiburger Kirchenblatt. Im Mittelbadischen Geschichtsverein „Die Ortenau“ übernahm er die Bühler Ortsgruppe als Obmann. Zunächst konzentrierte er sich mit zahlreichen Schriften auf Bühl, später erweiterte er den Radius. So schrieb er unter anderem über das Kapitel Schwarzach und über das Landkapitel Ottersweier.

Er starb, einige Zeit zuvor bereits erkrankt, am 5. Oktober 1917 in Moos, wo er auch beigesetzt wurde.

Karl-Reinfried-Halle in Moos

Ehrungen

  • Zähringer Löwenorden
  • Ritterkreuz I. Klasse mit Eichenlaub (1917)
  • Am Bühler Rathaus ist ein Buntglasfenster mit dem Konterfei Reinfrieds gestaltet
  • Die Karl-Reinfried-Halle in Moos und die Karl-Reinfried-Straße in Bühl sind nach ihm benannt