Kaiser-Wilhelm-Denkmal

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Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal
Kaiser und Pferd
Kaiser und Pferd

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal befindet sich auf dem Kaiserplatz.

Beschreibung

Das Denkmal zeigt auf hohem Sockel Kaiser Wilhelm I. (1797–1888) zu Pferd, an seinen Längsseiten zeigen zwei Bronzereliefs Szenen aus dem Krieg 1870/71 bzw. die Kaiserproklamation in Versailles 1871. Die Reiterfigur aus Bronze misst 5,20 Meter in der Höhe, das Postament ist 5,70 Meter hoch.

Geschichte

Großherzog Friedrich I., Großherzogin Luise und Ehrengäste vor dem verhüllten Kaiser-Wilhelm-Denkmal am 18. Oktober 1897
Kaiser-Wilhelm-Denkmal während der Enthüllung
Enthüllung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals am 18. Oktober 1897
Bauzeitung vom 11. September 1889 zur Einreichung von Entwürfen
Artikel in der Bauzeitung von 1897 über die Enthüllung

In der Deutschen Bauzeitung vom 11. September 1889 wurde augerufen, Entwürfe für das Denkmal einzureichen. Eine Besonderheit war, dass nur Karlsruher Künstler einen Vorschlag machen durften, und ihre Entwürfe ohne Namen einreichen sollten. Die Bewerbung schloss zum 1. August 1890.

Schließlich wurde es von Adolf Heer und Johannes Hirt geschaffen. Der Bronzeguss wurde von Schäffer & Walcker aus Berlin, das Postament in rotem schwedischem Granit von Rupp & Möller ausgeführt.

Am 18. Oktober 1897 wurde das Denkmal unter Anwesenheit des Großherzogs feierlich in der Mitte des Kaiserplatz enthüllt.

Es besaß ursprünglich am Fuß des Sockels auf den Marmorstufen an den beiden Schmalseiten noch große allegorische Figuren der Siegesgöttin Viktoria beziehungsweise der Klio (die Muse der Geschichte) und an den Längsseiten je eine kleinere Figurengruppe mit Löwe beziehungsweise Greif, alle vier wurde 1943 (wie vieles) zur Bronzegewinnung für die Waffenproduktion eingeschmolzen.

Bilder

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

Haltestellen-H klein.png  nächste Haltestelle: Mühlburger Tor oder Kaiserplatz     

Literatur

„Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945“ (Band 7 der Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Herausgeber Heinz Schmitt), 2. Auflage, Karlsruhe 1989. ISBN 3761702647, Seiten 365–378

Weblinks