Rupp & Möller

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Anzeige von 1904

Die Karlsruher Firma Rupp & Möller führte bis 1987 Steinhauerarbeiten aller Art durch. Bekannt wurde sie durch ihre Grabdenkmäler, stellte aber auch Kamine, Heizkörperverkleidungen sowie Zimmer- und Wandbrunnen her.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1875 wurde das Unternehmen gegründet. Im Buch Die Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe 1898 lautet die genaue Geschäftsbezeichnung „Marmor-, Granit- und Syenitwarenfabrik”[1] und der Standort wird mit der Durlacher Allee 29 angegeben, diese Adresse findet sich bereits auch im Karlsruher Adressbuch 1887. Während der 1890er und in den 1920ern hatte die Firma eine Vorbildfunktion bei der Grabmalgestaltung.

Zum 2. Mai 1913 wird Rupp & Moeller Mitgesellschafterin der „Deutschen Vereinigung für Grabmalkunst G.m.b.H.“, dabei hat August Rupp mit einem Kollegen die Stellung des Geschäftsführers inne. 1925 empfahl der Künstlerverband Badischer Bildhauer das Unternehmen neben zwei anderen als Grabmalhersteller.

1941 wird die Firma in „Deutsche Natursteinwerke GmbH” umbenannt. An diesem Vorgang war die „Deutsche Bau AG Berlin“ maßgebend beteiligt. Standort ist weiterhin die Durlacher Allee 27-29. Am 17. Dezember 1941 erwirbt die Firma Industriegelände im Rheinhafen, neuer Firmenstandort wird die Karlsruher Robert-Wagner-Allee 27a.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Kriegsschäden enorm: Das Firmengebäude und der Großteil der maschinellen Einrichtungen wurden nahezu zerstört, nur ein Zehntel der Geräte war noch gebrauchsfähig. Das Personal musste auf 25 Mitarbeiter reduziert werden. Bis 1948 erfolgte der Wiederaufbau des Betriebes, der um die Produktion von Kunstbaustoffen ergänzt wird und unter dem Namen „Tektonik GmbH” geführt werden sollte. 1951 wird der Firmenname in „Karlsruher Steinwerke GmbH“ geändert und bezieht ein großes Firmenareal in der Daxlander Straße 74 um; die Produktion von Grabmalen lässt bereits stark nach. Von 1975 bis 1980 befindet sich der Firmenstandort in Eggenstein-Leopoldshafen, in der Zeissstraße 2. Grabmale werden nicht mehr hergestellt.

Am 21. September 1987 meldet das Unternehmen sein Gewerbe ab. Einige ihrer Grabmäler finden sich heute noch auf dem Karlsruher Hauptfriedhof.

Auszeichnungen

  • Auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis erhält Rupp & Moeller die silberne Medaille.

Werke

Quellen

  • „Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes” von Anett Beckmann, erschienen im Universitätsverlag Karlsruhe

Fußnoten

  1. Syenit ist ein magmatisches Tiefengestein, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Syenit