Fritz Theilmann

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Fritz Theilmann (* 28. Dezember 1902 in Karlsruhe; † 7. August 1991 in Pforzheim) war Bildhauer und Keramiker.

Leben

Fritz Theilmann begann eine Ausbildung zum Architekten in einem Karlsruher Baubüro, wechselte aber 1921 für ein Bildhauerstudium an der Akademie der Bildenden Künste und arbeitete nebenher in der Majolika Manufaktur. 1924 wird der nach einer Reise nach Ägypten Meisterschüler bei Prof. Schreyögg.

1925 verlässt er Karlsruhe und beginnt seine berufliche Laufbahn in der Klinker-Manufaktur „Kieler Kunstkeramik AG“. Zu seinem weiteren Leben siehe Weblinks unten.

Im Jahre 1991 starb er in einem Pforzheimer Krankenhaus.

Werke

Fritz Theilmanns Gesamtwerk beträgt fast 600 Arbeiten, davon sind einige auch in der Region Mittlerer Oberrhein:

Eine seiner frühesten Arbeiten, das Reliefbildnis des Physikers Otto Lehmann[1] (1855-1922), Majolika, um 1922, hängt im Physikgebäude der Universität Karlsruhe, Foyer, 2. OG.[2]

„Auffindung des Moses“, farbiges Majolika-Wandrelief, 1 m hoch, 1928 [damals:] Kinder- und Säuglingsheim der Stadt Karlsruhe, Sybelstraße 11 [3][4]

Geschirr-Entwürfe, teils mit transparenten Craqueléglasuren, schuf Theilmann seit 1952 für die Fayencefabrik Rüppurr in Neureut und die Tairnbacher Majolika-Manufaktur in Mühlhausen (Kraichgau).[5]

In Schöllbronn steht das Mahnmal der Gemeinde für die Gefallenen; Klinkerrelief vor Sandsteinblock, überragt von 12 m hohem Kreuz in Lärche, 1964

Der Brunnen am Mahnmal von 1967 steht in Karlsruhe-Neureut.

Der Marktfrauen-Brunnen mit zwei lebensgroßen streitenden Marktfrauen, Bronze, 1983, steht in Ettlingen zwischen Neuer Markt und Marktplatz. Das Modell der Ettlinger Marktfrauen für den Bronzeabguss steht im Prof.-Theilmann-Atelier in Kieselbronn.

In Waldbronn hat er das „Wanderpaar“, Bronze, 1984 für den Kurpark Waldbronn geschaffen.

Das letzte öffentliche Werk von Fritz Theilmann überhaupt ist die Figurengruppe „Zeller Geißenmarkt“, Bronze, 1988 in Marxzell.

Literatur

  • Fritz Theilmann: „Erinnerungen eines Hafners“, Kieselbronn 1999, 32 Seiten ISBN 3-9806480-1-X

Weblinks

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Otto_Lehmann“
  2. Rolf Lederbogen & Ursula Merkel: Kunstwerke und Technikobjekte der Universität Karlsruhe 1825-2000. 2000, S. 28
  3. Lit. Thomas Habeck: Die "Kieler Kunstkeramik AG" und ihre Beziehung zur Baukunst der 20er Jahre in Schleswig-Holstein. Phil. Diss. Kiel 1982, S. 174.
  4. 2008 an gleichem Ort: im Südflügel des Kinder- und Jugendhilfezentrum, Sybelstraße
  5. Lit. Journal of the American Ceramic Society, 39. Jg., 1956, H. 10. – Horst Makus: 50er Jahre Keramik. Der Alltag der Moderne. Stuttgart 1998, S. 125, 154, 162.