Schöllbronn

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Wappen
Lage von Schöllbronn in Ettlingen

Schöllbronn ist ein (Höhen-)Stadtteil von Ettlingen, auf der Schwarzwaldhöhe zwischen Rheinebene und Albtal, südlich von Spessart.

Ortsverwaltung

Stadt Ettlingen
Ortsverwaltung Schöllbronn
Zehntstraße 1
76275 Ettlingen
Telefon: (0 72 43) 24 16
Telefax: (0 72 43) 2 82 35
E-Mail: ov-schoellbronn(at)ettlingen.de
Öffnungszeiten

Seit dem 02. Februar 2009 gelten neue Öffnungszeiten:

Montag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Dienstag: 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Mittwoch: 07.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Donnerstag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Sprechzeiten Ortsvorsteher
Nach telefonischer Vereinbarung.

Besonderheiten

Der Spitzname der Schöllbronner Bürger lautet „Mockel” oder „Moggel”. Der Name kommt aus dem Schwäbischen und bedeutet eigentlich „Kuhkopf”. Die Schöllbronner Fasnachtsgruppe hat dies auch als Symbol gewählt - einen Kuhkopf.

Geografie

Schöllbronn liegt zwischen 210 m über NN bis 400 m über NN. Die geografische Lage vom Rathausplatz (vor der Kirche) aus beträgt 330,2 m über NN, nördlicher Breitengrad 48°, 54' und östlicher Längengrad 8°, 25'.

Einwohner und Gemarkungsfläche

Im Mai 2005 wurde erstmals die 3000-Einwohner-Marke erreicht. Schöllbronn hat 2.969 Einwohner, davon 115 Ausländer auf einer Fläche von 681 ha. Davon sind 379 ha Wald (56% der Schöllbronner Gemarkung). Somit hat Schöllbronn die meiste Waldfläche der Ettlinger Stadtteile.

Die Einwohnerzahl in Schöllbronn hat sich im Laufe der letzten 200 Jahre stets erhöht, wobei in den letzten 30 Jahren die üblichen Schwankungen - bedingt durch Wegzug oder Ableben - die Einwohnerzahl kurzfristig wieder sinken ließen.

  • 1800 : 425
  • 1945 : 1090
  • 1960 : 1580
  • 1980 : 2710
  • 2005 : 3000 (am 30. April 2005 wurde erstmals die 3000-Einwohner-Marke erreicht)
  • 2006 : 2982 (Stand 31. Januar 2006)

Politik

Bei der Kommunalwahl am 07. Juni 2009 wurde auch der Ortschaftsrat in Schöllbronn neu gewählt. Als stärkste Fraktion ging die CDU hervor, die 6 Sitze erhielt, die SPD erhielt 3 Sitze, die FDP einen Sitz.

Seit September 2004 ist Steffen Neumeister (CDU) Ortsvorsteher von Schöllbronn. Er wurde im Juli 2009 vom Ortschaftsrat einstimmig im Amt bestätigt.

Nach Abschaffung der unechten Teilortswahl war ungewiss, ob wieder Schöllbronner in den Ettlinger Gemeinderat gewählt werden würden. Bei der Kommunalwahl am 07. Juni 2009 wurden jedoch Ortsvorsteher Neumeister und Ortschaftsratsmitglied Engelbert Heck (SPD), zugleich stellvertretender Ortsvorsteher, mit hervorragenden Ergebnissen wieder in den Rat gewählt.

Bisherige Ortsvorsteher der Ortschaft Schöllbronn seit 1974

Geschichte

Schöllbronn wird erstmals im Jahre 1254 als "Villa Scheltebrunnen" urkundlich erwähnt und gehört dadurch zu den ältesten Ansiedlungen der linken Albhochfläche.

Im Jahre 1435 wurde das Dorfrecht verliehen. Mit Schluttenbach teilte sich der Ort eine Wasserquelle, deren Waser in je einen Trog für Scöllbronn und Schluttenbach floss, wobei der letztgenannte Ort Vorrecht besaß.

Schöllbronn wird erst 1457 vollständig badisch, nachdem der alte Lehnsherr, Wilheilm von Remchingen, seinen Besitz für 2.700 Gulden an die Markgrafschaft Baden verkaufte. Zuvor hatten bereits Klöster Gottesaue, Herrenalb und Frauenalb ihre Besitzümer an Baden verkauft.

Nach Teilung der Markgrafschaft 1535 mussten die Schöllbronner innerhalb von 100 Jahren acht Mal die Konfession wechseln.

Auch der Dreißigjährige Krieg machte vor Schöllbronn nicht Halt und während des Polnischen Erbfolgekrieges spielten sich an der Ettlinger Linie vereinzelt Kämpfe ab.

1880 wurde an Stelle einer bereits für das Jahr 1438 nachgewiesenen Kirche ein neues Gotteshaus im neugotischen Stil erbaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schöllbronn von den Franzosen besetzt.

Schöllbronn ist seit 1974 Stadtteil der Großen Kreisstadt Ettlingen, nachdem - während der Gebietsreform in Baden-Württemberg - ein Zusammenschluss mit den Nachbargemeinden Spessart, Schluttenbach (beide jetzt ebenfalls Stadtteile von Ettlingen) und Völkersbach (jetzt zur Gemeinde Malsch (Landkreis Karlsruhe) gehörend) zur Gemeinde „Schönreuth“ gescheitert war. Die Schöllbronner legen großen Wert darauf, dass es sich hierbei um keine Eingemeindung, sondern um einen freiwilligen Zusammenschluss handelt (anders als bei der Ortschaft Spessart).

Im Jahr 2005 erreichte Schöllbronn erstmals die 3000-Einwohner-Marke.

Geschichte des Wappens

Das Wappen mit dem Kirchenpatron Schöllbronns, dem heiligen Bonifatius, ist der Gemeinde im Jahre 1902 vom Generallandesarchiv vorgeschlagen und vom Gemeinderat gebilligt worden. Der "Apostel der Deutschen" wurde in diesem Vorschlag auf grünem Boden stehend, mit blauem Gewand, roten Schuhen, rotgefütterter und golden bordierter silberner Mitra dargestellt. Mit der Rechten gießt er Taufwasser aus einem Gefäß, in der Linken hält er ein rotes Buch, die Bibel, und ein Schwert als Zeichen seines im Jahre 754 bei Dokkum in Friesland erlittenen Märtyrertodes.

Weil die komplizierte Wappenfigur nach dem zweiten Weltkrieg im Siegel verunstaltet gezeichnet war, bemühte man sich um eine Bereinigung des Wappenbildes, bei der auch die Tingierung der Kleidung des Heiligen entsprechend seinem Bild in der Pfarrkirche gewählt wurde. Wegen dieser Veränderung am bisher gültigen Wappen war eine amtliche Neuverleihung notwendig, bei der auch die Flaggenfarben erstmals festgelegt wurden.

Ortszeichen

Das Ortszeichen Schöllbronns ist ein Herz. Es findet sich auch heute noch eingehauen in Grenzsteinen und schmückte neben den Initialen S.B. oder SCHB. die Siegel der Gemeinde im letzten Jahrhundert. Frühere Siegel sind nicht bekannt und waren wohl auch nicht vorhanden. Das Ortszeichen wurde bei der Wappengestaltung 1902 nicht berücksichtigt, kam aber zwischen 1937 und 1945 wieder zur Geltung, als man gemäß den Anordnungen des Reichsinnenministeriums bestrebt war, kirchliche Symbole aus den Gemeindewappen zu entfernen, und das Gemeindewappen im Siegel wieder durch das Herz und die Initialen S.B. ersetzte.

Schulen

In Schöllbronn gibt es eine Grundschule:

Johann-Peter-Hebel-Schule
Burbacher Straße 7
76275 Ettlingen

Weitere Informationen gibt es auf der Internetpräsenz der Schule

Religion

Schöllbronn ist bekannt für seine katholische Kirche St. Bonifatius. Unter der Schöllbronner Bevölkerung wird die Kirche auch gern als „Dom vom Albtal“ bezeichnet, da sie für eine gewöhnliche Dorfkirche recht groß ist. Die Kirche wurde 1880 in neugotischem Stil erbaut, siehe auch Pfarramt St. Bonifatius

Persönlichkeiten und Ehrenbürger

Ehrengrab für die beiden Ehrenbürger und Schwester Baptista

Die polnische-deutsche Schauspielerin Natalia Avelon (*1980) wuchs in Schöllbronn auf.

39 Jahre war die katholische Nonne Schwester Baptista in Schöllbronn als Erzieherin tätig. Ihr zu Ehren wurde die Schwester-Baptista-Straße nach ihr benannt.

In Schöllbronn wurden zwei Personen zu Ehrenbürgern ernannt:

  • 1954 Pfarrer Josef Alois Fettig
  • 1970 Pfarrer Otto Haberstroh

Nach Pfarrer Fettig, der von 1929 bis 1954 in Schöllbronn wirkte, wurde die Pfarrer-Fettig-Straße benannt.

Beide Ehrenbürger haben auf dem Schöllbronner Friedhof ein Ehrengrab.

Freizeit und Tourismus

Erholungsort

Der Ort wurde im Jahre 1970 als Erholungsort ausgewiesen, eine offizielle Ernennung zum Luftkurort wurde jedoch nie weiter angestrebt. Heute spielt der Fremdenverkehr jedoch keine Rolle mehr. Im Naherholungsbereich ist ein Wandergebiet mit gut ausgebauten Wanderwegen, Schutzhütten und einem Grillplatz.

Naturlehrpfad

Seit 1996 gibt es den Naturlehrpfad "Rundweg", der von den Schöllbronner Vereinen "Naturerhaltung und Heimatpflege", "Obst- und Gartenbauverein" und dem "Naturheilverein" gestaltet wurde und erhalten und gepflegt wird.

Waldschwimmbad

Schöllbronn ist für sein Waldschwimmbad bekannt.

Vereine

Das Vereinsleben spielt eine sehr große Rolle. Bekanntester Verein ist der Badminton-Club Schöllbronn, einer der größten seiner Art in Baden-Württemberg. Für Vereins- und Privatfeiern gibt es eine Festhalle.

Fastnachtveranstaltungen

Schöllbronn ist bekannt für seinen Fasnachtsumzug, der jedes Jahr am Samstag nach dem schmutzigen Donnerstag stattfindet. Dieser Umzug lockt mitunter bis zu 30.000 Zuschauer aus der ganzen Region an.

Bilder

Namensähnlichkeit

Es gibt auch eine Ortschaft Schellbronn, heute ein Teilort von Neuhausen im Enzkreis.

Weblinks

Ettlingen top.jpg

Stadtteile Ettlingens

Wappenring ettlingen.gif

Bruchhausen, Ettlingen, Ettlingenweier, Spessart, Schluttenbach, Schöllbronn und Oberweier sind die Stadtteile der Großen Kreisstadt Ettlingen.


Siehe auch das Portal Stadtwiki Ettlingen