Anton Heuchemer

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Heuchemers Grab nahe der Peterskirche

Anton Heuchemer (* 30. Mai 1918 in Schwennigen; † 15. Februar 2000) war ein katholischer Pfarrer, Lokalhistoriker und Buchautor in Bruchsal.

Leben und Wirken

Geboren wurde Anton Heuchemer am 30. Mai 1918 im badischen Schwenningen.

Im Alter von zehn Jahren kam er nach Bruchsal, wo sein Vater am Zollamt arbeitete. Anton besuchte hier unter anderem das Schönborn-Gymnasium und begann nach erfolgreich abgelegter Abiturprüfung das Theologiestudium in Freiburg im Jahre 1938. Im katholischen Schülerbund „Quickborn“ war er ab 1930 aktiv und nach dessen Auflösung 1933 in der verbotenen Gruppe „Neudeutschland“, deren Jugendgruppenleiter er 1937 für ein Jahr war. 1938 trat er , nachdem auf seinen verbeamteten Vater Druck ausgeübt wurde, zusammen mit anderen katholischen Jugendlichen in die Hitlerjugend ein. Er behielt seine Mitgliedschaft bei „Neudeutschland“ trotz staatlichem Verbot aber bei und verließ die HJ nach zwei Jahren mit Abschluss des Abiturs wieder.

Im Januar 1940 musste er in den Krieg ziehen, der für ihn im Jahre 1944 mit dreijähriger Gefangenschaft endete. In einem Lager bei Chartres (Frankreich) konnte er seine Theologiestudien fortsetzen und am 25. März 1949 wurde er in St. Peter/Schwarzwald schließlich zum Priester geweiht.

Nach seiner Vikarszeit übernahm er im Jahre 1955 die Pfarrei St. Johann in Bühl-Vimbuch und zehn Jahre später führte ihn sein Weg wieder nach Bruchsal, wo er ab 1965 Seelsorger an der Stadtkirche „Unsere Liebe Frau" wurde. Von 1982 bis 1985 war er zusätzlich Pfarradministrator in der Peterspfarrei, außerdem leitete er von 1971 bis 1981 das damalige Dekanat Bruchsal.

Neben seiner seelsorgerlichen Tätigkeit in Bruchsal hat Pfarrer Heuchemer sich mit der Geschichte und der Kirchengeschichte seiner Wirkungsstätte beschäftigt und zahlreiche Veröffentlichungen hervorgebracht. Unter anderem schrieb er über die die katholischen Pfarreien Bruchsals während der Zeit des Nationalsozialismus („Zeit der Drangsal“) sowie „aus Bruchsals bewegter Zeit“ von der Französischen Revolution 1789 bis zum Ende des Bischöflichen Vikariates 1827.

Heuchemer starb am 15. Februar 2000. Sein Grab befindet sich auf dem Bruchsaler Friedhof.

Nach seinem Tod haben die Angehörigen seine historische Sammlung an das Stadtarchiv Bruchsal übergeben.

Schriften

Ehrungen

Weblinks