S-Bahn Bruchsal – Germersheim

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9. Dezember 2011 – Einweihungsfest in Karlsdorf

Die S-Bahn Bruchsal – Germersheim ist eine S-Bahnstrecke, die Bruchsal über Graben-Neudorf mit Germersheim, auf der Bruhrainbahn, verbindet. Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 wurde die Regionalbahn  R9  durch die S-Bahnlinie  S33  auf dieser Strecke abgelöst.

Geschichte des S-Bahn Ausbaus

Planung

Nachdem der Ausbau der Hardtbahn 1989 nach Linkenheim-Hochstetten vollendet war, wurde von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) über eine Verlängerung über die Gemeinde Dettenheim oder Graben-Neudorf und Philippsburg bis nach Germersheim nachgedacht.

Das wesentliche Problem für die Integrierung in das Karlsruher Modell war die fehlende Elektrifizierung zwischen Graben-Neudorf und Germersheim. Diese Elektrifizierung galt lange als unbezahlbar. Die Strecke zwischen Philippsburg und Germersheim verläuft durch die Rheinauen mit sumpfigem Gelände. Außerdem ist die Bahntrasse über lange Rampen mit der Rheinbrücke verbunden.

Durch die Planung zur Stadtbahn Wörth-Germersheim wurde die Anbindung der Bruhrainbahn wieder aktuell.

Im März 2004 wurde dann das Projekt der Stadtbahn von der AVG an die Deutsche Bahn AG übergeben und als S-Bahn weiter geplant. Dadurch wurde auch die Verteilung der Finanzierungsanteile zwischen den Gemeinden, Ländern und Bund zugunsten der Gemeinden geändert.

Der Abschlussbericht der Standardisierte Bewertung (Nutzen-Kosten-Untersuchung) lag dann im August 2004 vor.

Am 24. Oktober 2007 konnte die Planungsvereinbahrung zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung abgeschlossen werden. Im Herbst 2007 wurde dann die Vereinbarung zum Ausbau der Strecke unterzeichnet.

Die Unterzeichnung des Bau- und Finanzierungsvertrages erfolgte am 24. Oktober 2009.

Ziel

  • Der Schienenverkehr auf der heutigen DB-Strecke zwischen Bruchsal Bahnhof und Germersheim Bahnhof soll durch den Einsatz von Elektrotriebwagen verbessert werden.
  • Die Gemeinden an der Strecke sollen durch den Bau weiterer Haltepunkte besser erschlossen werden.
  • Die Kapazität der stark nachgefragten RE-Linie Karlsruhe – Germersheim – Speyer – Mainz kann nach der Elektrifizierung wesentlich erhöht werden.

Bauliche Maßnahmen

Baustellenschild
Spatenstich zum Ausbau der Bruhrainbahn
9. Dezember 2011 – Sonderzüge
  • Elektrifizierung der Strecke Graben-Neudorf – Germersheim.
  • Bau von 3 neuen Haltepunkten: Bruchsal Sportzentrum, Bruchsal Am Mantel, Germersheim Mitte
  • Umbau/Ausbau bestehender Haltepunkte (Bahnsteigerhöhe 76 cm)
  • Alle Haltepunkte erhalten eine zeitgemäße Bahnsteigausstattung (Beleuchtung, Fahrgastinfo, Wetterschutz, usw.) und werden barrierefrei ausgebildet (Rampen/Fahrstühle).
  • Anpassung der Signal-/Nachrichtentechnik und Bahnübergangstechnik
  • Optimale bauliche (Bahnsteig/Bahnsteig) und zeitliche Verknüpfungen (kurze Umsteigezeit) an den Bahnhöfen Bruchsal, Graben-Neudorf und Germersheim zu den anderen Verkehrsmitteln (Regionalzüge, S-Bahn RheinNeckar)

Kostenplanung (Stand Ende 2011)

Die Gesamtkosten werden mit 31,7 Millionen Euro angenommen. Darin sind 7,8 Millionen Euro Planungskosten, die von den betroffenen Landkreisen und Gemeinden zu tragen sind. Von der restlichen 23,9 Millionen Euro trägt der Bund 60% (14,4 Millionen Euro) und weitere 9,6 Millionen Euro die Länder, Landkreise und Gemeinden.

Baufortschritt

Der „Spatenstich“ erfolgte am 5. Juli 2010 am Germersheimer Bahnhof.

Während der folgenden Wochen

  • 31. Juli 2010 bis 27. September 2010
  • 7. - 20. Februar 2011 (Baumfällarbeiten)
  • 30. Juli - 25. September 2011

war die Strecke für den Zugverkehr komplett gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. In dieser Zeit erfolgten die Arbeiten an den Haltepunkten um die Bahnsteige an den S-Bahn Standard anzupassen.

Ende November 2010 lag die Baufreigabe des Eisenbahnbundesamtes für die Elektrifizierung der Strecke vor. Im Februar 2011 erfolgten dann die Vorbereitungen zum Aufbau der Elektroleitungen zwischen Graben-Neudorf und Germersheim, die dann am 1. Dezember 2011 in Betrieb genommen wurden.

Die Einweihung der neu gestalteten Bruhrainbahn erfolgte am 9. Dezember 2011 am Karlsdorfer Bahnhof.

Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 wurde der Linienbetrieb der  S33  aufgenommen.

Anfang 2012 sind noch nicht alle Arbeiten an den Bahnhöfen und Haltepunkten abgeschlossen. Es fehlen fast noch alle Fahrstühle zum barrierefreien Zugang (Siehe dazu die Artikel der Bahnhöfe).

siehe auch

Weblinks