Rheinhafen

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Stadtplan Hafen
Juli 2002 - Überblick
Der Rheinhafen aus nordwestlicher Blickrichtung im Oktober 2013 gesehen, im Vordergrund der Knielinger See

Der Rheinhafen Karlsruhe bei Rheinkilometer 359,90 ist einer der sieben größten Binnenhäfen Deutschlands.

Allgemein

Der Rheinhafen gehört zum Geschäftsbereich Rheinhäfen der KVVH GmbH, einem 100%igen Tochterunternehmen der Stadt Karlsruhe. Im Landesvergleich rangiert der Karlsruher Rheinhafen auf Platz zwei nach dem Mannheimer Hafen. Im Hafen werden Öl, Kohle für das Rheinhafendampfkraftwerk, Edelstahl, Schrott, Getreide und Futtermittel, Baustoffe und Container umgeschlagen. Der Ölumschlag findet im Ölhafen statt, der ebenfalls zum Rheinhafen gezählt wird. Im Jahr 2010 wurden 3,8 Mio. Tonnen an Ölprodukten umgeschlagen.

Im Jahr 2011 beschäftigte der Hafen 4.000 Menschen zuzüglich 1.000 Personen bei der Raffinerie. Weitere 8.000 Arbeitsplätze in der Stadt und in der Region hängen vom Hafen und seinen dort angesiedelten Firmen ab.

Der Güterumschlag im Jahr 2006 betrug 7,1 Mio. Tonnen.

Das Hafengebiet kann räumlich nicht vergrößert werden, weil kein Raum dafür vorhanden ist. Ansonsten würde die Hafenauslastung die Anlage eines sechsten Beckens ermöglichen.

Unternehmen und Einrichtungen

Freizeitnutzung

Rudertraining im Rheinhafen
  • Der Hafen dient vielen Sportlern aus der Umgebung als „Sportplatz“, denn er bietet ideale Wasserbedingungen für Freizeit- und Leistungssportler die sich beim Rudern oder beim Paddeln wohl fühlen. Die drei Kilometer lange Trainingsstrecke ist relativ windunanfällig und absolut strömungsfrei.
  • Das jährliche Hafen-Kultur-Fest
  • Bei Nacht wird der Hafen im Bereich der Anlegestelle der MS Karlsruhe von der schwulen Cruising-Szene benutzt.

Geschichte

Offizielle Einweihung des Rheinhafens am 27. Mai 1902
in den 1950ern
Übergabe von DB an KVVH und VBK
  • Seit 1830 dient Leopoldshafen (damals noch Schröck genannt) als Hafen für Karlsruhe. Das Gelände ist heute unter dem Namen „Alter Hafen“ bekannt
  • 1862 bringt der Hafen Maxau die Schifffahrt näher an Karlsruhe heran.
  • 1899-1901 entsteht das Verwaltungs- und Dienstwohngebäude des Hafenamt-Vorstandes,
  • 1. Mai 1901: Der Hafen wird für die Schifffahrt freigegeben. Bereits im ersten Jahr werden 100.000 Tonnen Güter umgeschlagen.
  • 1902: Offizielle Einweihung des Rheinhafens. Erst in diesem Jahr, weil man den Feierlichkeiten zum 50. Regierungsjubiläums von Friedrich I. von Baden nicht in die Quere kommen wollte.
  • 1939: Die Reichsbahn schließt einen Vertrag mit dem Rheinhafen zum Betrieb der Gleisanlagen
  • 1963 kam der Ölhafen dazu.
  • Seit 1988 ist der Hafen durch das Hochwasser-Sperrtor vor Überflutung geschützt.
  • 2003 das Getreidelagerhaus ist Schauplatz des SWR-Tatorts, Folge "Große Liebe" (Nr. 558) mit Ermittlerin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts).
  • 12. September 2004 Zum Tag des offenen Denkmals ist das Getreidelagerhaus für einen Tag der Öffentlichkeit zugänglich. Mitarbeiter veranstalten Führungen.
  • 1. August 2007: KVVH übernimmt die Bahngleise der DB im Rheinhafen, die diese als Rechtsnachfolger der Deutschen Reichsbahn betrieben hat.

Hafendirektoren

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

Literatur

  • "Rheinhafen Karlsruhe 1901-2001" von Ernst Otto Bräunche, Katja Schmalholz, Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Band 22, ISBN: 3881902708
  • "Karlsruher Rheinhafen" von Bert E. A. Klag, ISBN: 3765082503

Siehe auch

Weblinks