Kraichbach

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:

Quelle bei Sternenfels

Der Kraichbach (auch die Kraich genannt) ist ein kleiner Fluss von etwa 52 km Länge. Der Name Kraich kommt aus dem Keltischen und heißt so viel wie Schlamm und Morast.

Verlauf

Die Quelle des Kraichbaches liegt zwischen dem Kraichgau und Stromberg in Sternenfels im Enzkreis.

Dieser Ort im Stadtplan:

Der Kraichbach fließt in westlicher Richtung ins Tal, durchfließt den angestauten Trinkwaldsee, und geht nach 850 m in den Landkreis Karlsruhe über. Nach weiteren 400 m wird der Kraichsee durchflossen. Im weiteren Verlauf fließt der Kraichbach durch den nördlich Teil von Oberderdingen und weiter Richtung Flehingen. In Flehingen, westlich vom Wasserschloss Flehingen, mündet der Kohlbach in den Kraichbach.

Der Verlauf des Flusses führt in westlicher Richtung zu den Kraichtalern Stadtteilen Gochsheim, Münzesheim und südlich an Oberöwisheim vorbei nach Unteröwisheim.

Der Kraichbach fließt weiter nach Ubstadt ein Ortsteil von Ubstadt-Weiher. Hier verläßt der Fluss nach etwa 24 km den Kraichgau und tritt in die Oberrheinebene (Bruhrain) ein. Hier ändert der Fluss die Richtung nach Norden.

Westlich von Stettfeld mündet der Katzbach in den Kraichbach und der Kriegbach wird ausgeleitet.

Der Kraichbach fließt in nördlicher Richtung nach Bad Schönborn, zuerst westlich an Bad Langenbrücken, dann am Schloss Kislau und Bad Mingolsheim vorbei. Dabei ist der Fluss zum Teil auch die Grenze zu Kronau.

Nördlich von Kronau, beim Lußhardtsee, verläßt der Kraichbach nach 35 km den Landkreis Karlsruhe und tritt in den Rhein-Neckar-Kreis ein.

Der Fluss ändert seine Richtung nach Nordwesten, durchfließt St. Leon-Rot, Reilingen, Hockenheim und Brühl. Westlich von Ketsch mündet der Kraichbach dann in einen Seitenarm des Rheins.

Dieser Ort im Stadtplan:

Namensgeber

Der Name Kraich (Kraichbach) wurde als Bezeichnung für das Tal, das sie (er) durchfloß, und auch für den Gau als Kraichgau übernommen. 1971 wurde die Stadt Kraichtal nach ihr (ihm) benannt.

Bilder

Literatur

  • Seiten 314-339 in: „Wässerwiesen. Geschichte, Technik und Ökologie der bewässerten Wiesen, Bäche und Gräben in Kraichgau, Hardt und Bruhrain“. / Hrsg. Dieter Hassler / Michael Hassler / Karl-Heinz Glaser - Ubstadt-Weiher : verlag regionalkultur, 1995. ISBN: 978-3-929366-20-4

Weblinks