Walzbach

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Walzbach in Weingarten (Baden)

Der Walzbach (früher Dreckwalzbach) ist ein kleiner Fluss, der im Kraichgau aus Hungerquelle und Lausquelle entspringt und bei Weingarten (Baden) in die Rheinebene tritt und dabei die Gemarkung Staffort durchfließt. Die beliebte Nutzung des Wassers zur Bewässerung der angrenzenden Wiesen war über Jahrhunderte durch hoheitliche Wasserrechte geregelt. Trotzdem kam es zu zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen Weingartener und Stafforter Bürgern um die gerechte Wassernutzung.

Der Fluss gab der Gemeinde Walzbachtal ihren Namen. Der Weingartener Entlastungskanal verbindet Walzbach und Pfinz.

Die Hungerquelle liegt zwischen Wössingen und Dürrenbüchig. Als Hungerquelle werden oft Quellen bezeichnet, die nur in verregneten Sommern schütten, in denen früher wegen Missernte Nahrungsknappheit bestand.

Bilder


Schiffleswiesen bei Dürrenbüchig, Hinweis auf Hungerquelle

Text auf dem Hinweisschild:

Schiffleswiesen
Feuchte, zum Teil versumpfte Waldwiesen.
Quellgebiet des Walzbaches, der den seit
1971 vereinigten Dörfern Jöhlingen und
Wössingen den Namen "Walzbachtal"
gegeben hat.
Zur Hungerquelle 200 Meter.

Literatur

  • Wilhelm Otto Hauck: Staffort – Schloß und Dorf an der steten Furt (Ortschronik), Gemeinde Stutensee 1993
  • Hanna Heidt: Erinnerungen an die Vergangenheit. Eigenverlag, Schwanen Stutensee-Staffort 2003
  • Manfred G. Raupp: 4000 Jahre Stete Furt und 350 Jahre Kirchenbuchaufzeichnungen; Stutensee-Staffort 2010.
  • Thomas Adam: Seiten 231-245 in: „Wässerwiesen. Geschichte, Technik und Ökologie der bewässerten Wiesen, Bäche und Gräben in Kraichgau, Hardt und Bruhrain“. / Hrsg. Dieter Hassler / Michael Hassler / Karl-Heinz Glaser - Ubstadt-Weiher : verlag regionalkultur, 1995. ISBN 978-3-929366-20-4