Walther Bensemann

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:

(Weitergeleitet von Walter Bensemann)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diesem Artikel fehlen Bilder. Wenn Sie Zugang zu passenden Bildern haben, deren Copyright-Bedingungen es erlauben, sie im Stadtwiki zu verwenden, dann laden Sie sie doch bitte hoch.

Walter Bensemann (* 13. Januar 1873 in Berlin, † 14. November 1934 in Montreux) war ein Fußballpionier.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Mit 14 gründete er in Montreux seinen ersten Fußballverein. Mit 16 Jahren kam er aus der Schweiz nach Karlsruhe und wurde Schüler des Großherzoglichen Gymnasiums, des heutigen Bismarckgymnasiums. Im September 1889 ließ er einen Fußball aus der Schweiz kommen und brachte ihn in seine ehemalige Schule. Sofort fing das Spiel im Schulhof an, bei dem kurz darauf ein Fenster zu Bruch ging. Das Spiel wurde auf den Engländerplatz verlegt. Mit Schülern des Gymnasiums gründete er den „Karlsruher International Footballclub”. 30 Schüler und 20 Engländer traten bei und gemeinsam übten sie das „Association-Fußballspiel” aus.

Dieser Club war Ausgangspunkt für die Gründung des Karlsruher Fußballvereins.

Später wurde Bensemann DFB-Präsident und gründete 1920 die erste Fußballfachzeitschrift Deutschlands, den „KICKER”.

1933 musste er aus Deutschland fliehen, da er jüdischer Abstammung war, und lebte in Montreux. Er starb ein Jahr später im Haus seines Freundes, dem Bürgermeister von Montreux und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, Albert Mayer. Am Abend nach seiner Beisetzung beschlossen seine Freunde, das Andenken an ihn durch ein „Internationales Junioren-Turnier” wach zu halten. Dieses fand erstmals 1937 in Genf statt.

Zitate

"Mir geht es in erster Linie um Wettspiele als Mittel der Begegnung zwischen Städten, zwischen Regionen und zwischen Ländern. Sozusagen ein Kulturaustausch, an dem möglichst viele teilhaben sollen, sei es als Spieler, sei es als Zuschauer".

Literatur

  • Bernd-M. Beyer: „Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte. Das Leben des Walther Bensemann. Ein biografischer Roman”, Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2003, ISBN 3895334081

Weblinks

Persönliche Werkzeuge