Villa Schönleber

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Villa Schönleber
Villa Schönleber
von der Reinhold-Frank-Straße aus gesehen

Die Villa Schönleber ist ein Ende der 1880er erbautes repräsentatives Gebäude in Karlsruhe und gehört zu den Kulturdenkmälern in der Karlsruher Weststadt.[1]

Geschichte

Kneipsaal[2] – vormals Prof. Schönlebers Atelier

Die Villa in der Jahnstraße 18 wurde 1888’89 vom Karlsruher Bauunternehmen Richard & Hummel[1] nach Plänen des Stuttgarter Architekten Emil Otto Tafel (1838–1914)[3] errichtet. Der namensgebende Bauherr, der Maler Gustav Schönleber (1851–1917), wurde 1880 als Professor für Landschaftsmalerei an die auf dem Nachbargrundstück liegende Großherzogliche Kunstakademie berufen. Der herrschaftliche Bau spiegelt in seinem italienisierenden Klassizismus mit maurischen Elementen die Italienbegeisterung Schönlebers. Er verfügt neben Wohn- und Nebenräumen über ein, ehemals zweigeteiltes Atelier von etwa 120m² aus dessen Nordfenstern man direkt auf die Staatliche Akademie der Bildenden Künste blickt. Im Jahr 1913 wurde eine großzügige Remise mit Autogarage, Pferdestall und einer Bedienstetenwohnung in der Mansarde erbaut. Nach Schönlebers Tod 1917 wurde die Gründerzeit-Villa mit einer Nutzfläche von 1200m² im Jahr 1924 zunächst in drei Mietwohnungen unterteilt und 1927 durch den Altherrenverband der Karlsruher Burschenschaft Teutonia e.V. erworben und zum Verbindungshaus mit Bewirtungsbetrieb umgenutzt. Nach knapp zwei Jahrzehnten als Verbindungshaus, ab 1937 immer wieder unterbrochen durch Beschlagnahmen, wurde sie seit November 1945 bis 2012 von der Hochschule für Musik Karlsruhe angemietet.

Literatur

  • Renate Miller-Gruber: Die Villa Schönleber – Ein Künstlerhaus in Karlsruhe, in: „Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg“ (ISSN 0067-284X), 1990, Seiten 106–134

Archivalien

  • GLA N Beil Nr. 15: Grund- und Aufrisse des Hauses Jahnstraße 18 (Lichtpause), 1919[4]

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Die offizielle Webpräsenz der Stadt Karlsruhe zum Thema „Kulturdenkmale in der Weststadt“
  2. Allgemein siehe dazu: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Kneipsaal“
  3. Zu ihm siehe:
  4. www.Landesarchiv-BW.de/plink/?f=4-362260