Urs Roland Berger

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Urs Roland Berger (* 24. Oktober 1937 in Fulenbach, Schweiz) ist ein schweizerischer Nationalökonom, ehemaliger Mitarbeiter im Auswärtigen Dienst der Schweiz und ehemaliger Manager bei Ciba-Geigy, der sich als Organisator von wissenschaftlichen Veranstaltungen des Deutschen Maisclubs (DMC) im gesamten deutschen Bundesgebiet großen Respekt erworben hat.[1]

Leben und Wirken

Berger wuchs in Fulenbach auf. Nach den dortigen Schulen besuchte er die Handelsschulen in Olten und Neuchâtel/Neuenburg wo er auch das Handelsdiplom mit Abitur in französischer Sprache ablegte. Danach studierte Berger Wirtschaftswissenschaft in Paris und Harward Cambridge, USA, mit Abschluss „Licence ès sciences économiques“ und „Certificate of Marketing“.

Nach Stationen bei der Swissair in Zürich (1957-1959) mit Flight Control Certificate und dem Konsulardienst der Schweiz und der Schweizerischen Handelskammer in Paris trat er 1969 bei Ciba-Geigy in Paris und Basel ein. Er begleitete verschiedene Managerpositionen im Bereich Haushalt- und Gartenprodukte sowie Saatgut. Nach seiner Pensionierung bei Ciba-Geigy 1997 nahm er für einige Jahre einen Dienst bei Crossair/Swiss auf und führte er seinen ehrenamtlichen Dienst für den DMC bis zu dessen Auflösung weiter.

Als Manager im Bereich Saatgut war Berger 1978 zusammen mit Manfred G. Raupp und Helmut Isselhorst Mitbegründer des DMC. Verbreitet war zu diesem Zeitpunkt der Badische Landmais bis zum 51. Breitengrad. Saatgut der neueren Hybridsorten wurden zu dieser Zeit bereits im ZG Maiswerk Heiterheim produziert.[2] Der DMC machte sich zur Aufgabe, das Wissen der Region Baden im Bereich Maisanbau kombiniert mit neuen Zuchterfolgen der Maiszuchtstation in Eckartsweier[3] in Deutschland bekannt zu machen.

Intensive Gespräche zu den Forschungsarbeiten zur Maissaatgutprüfung, Triebkraft von Saatgut und Maisanbau in kühleren Regionen mit der Staatlichen landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt Augustenberg[4], der Landesanstalt für Pflanzenbau Forchheim sowie die Erfahrungen der ZG Karlsruhe waren die Basis zur Gründung des Maisclubs. Berger organisierte 40 Jahre wissenschaftliche Veranstaltungen für deutsche Maisfachleute u.a. in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Slowakei, Österreich, Ungarn sowie weiteren Ländern in Ost- und Westeuropa. Zusammen mit dem ehemaligen Saatgutdirektor der ZG Karlsruhe Friedrich Wahl leitete er 2017 die 40. Jahresversammlung in Karlsruhe, bei welcher der Deutsche Maisclub wegen erreichter Satzungsziele seine Auflösung beschloss.

Ehrungen (Auswahl)

  • 2017 erhielt Urs Roland Berger die Ehrentafel des DMC für 40 Jahre Organisation von Veranstaltungen des Clubs.

Fußnoten

  1. Urs Roland Berger Basel
  2. Geschichte Maiswerk Heitersheim
  3. Maiszuchtstation der Universität Hohenheim in Eckartsweier
  4. Jonitz Leist: 140 Jahre Saatgutuntersuchung Augustenberg pdf abgerufen am 19. Juni 2019