Malschbrunnen

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Fotografie aus den 1890er Jahre
Hylas-Figur, 2011

Der Malschbrunnen war ein Brunnen in Karlsruhe.

Geschichte

Er wurde 1874 an der nordöstlichen Ecke der Kriegs- und der Karl-Friedrich-Straße als ein Brunnen mit Schauwand erbaut, entworfen von Otto Warth und Heinrich Lang sowie umgesetzt von Bildhauer Friedrich Moest. Er sollte die Erinnerung an die Fertigstellung der städtischen Wasserversorgung bewahren, in der man auf bürgerlicher Seite ein Symbol für den Aufschwung erblickte.

Der Brunnen wurde nach Jakob Malsch benannt, Oberbürgermeister der Stadt von 1848 bis 1870, der trotz schlechter finanzieller Lage 1869/70 die Wasserversorgung durchsetzte. Gestiftet wurde er von dem Maler Wilhelm Klose.

Da der Brunnen nach dem Zweiten Weltkrieg leicht beschädigt war und nicht weiter gepflegt wurde, wurde beschlossen ihn zu entfernen. Der Brunnen wurde 1963 beseitigt.

Bis auf die Hylas-Figur[1], die Inschrifttafel sowie einen der gusseisernen Löwenköpfe der Brunnenschalen sind alle Figuren abhanden gekommen. Die Hylas-Figur wurde anlässlich der Bundesgartenschau im Stadtgarten aufgestellt. Nach der Bundesgartenschau wurde die Figur mit der Inschrifttafel neben der Milchbar am Lauterberg aufgestellt. 2009 befand sich die Figur in den Werkstätten des Gartenbauamtes, 2011 auf der Ausstellung „Märkte und ihre Brunnen aus historischer und heutiger Sicht”.

Inschrift

Der Text der Inschrifttafel lautet: „Unter der Amtsführung des Oberbürgermeisters Malsch 1848 – 1870 schuf die Gemeinde neben anderen segensreichen Werken die Wasserleitung. Dieser Brunnen wurde aus W. Kloses Schenkung und Gemeindemitteln errichtet 1874”.

Bilder

Literatur

  • Gerhard Kabierske: 45 „Malsch-Brunnen“, Seite 307ff in „Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945“ (Band 7 der Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Herausgeber Heinz Schmitt), 2. Auflage, Karlsruhe 1989. ISBN 3761702647

Siehe auch

Am Platz des Malsch-Brunnens stand von 1978 bis 2010 der Stundenbrunnen von Gerhard Karl Huber.

Weblinks

Fußnoten

  1. Siehe dazu: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Hylas“