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Klassizismus

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typisches Stilelement des Klassizismus: Säulen, hier im Eingangsbereich des Konzerthauses.
typisches Stilelement des Klassizismus: Säulen, hier im Eingangsbereich des Konzerthauses.

Der Klassizismus ist eine Stilepoche, in der die Nachahmung des klassischen Altertums zum Programm erhoben wird. Seit der Renaissance, die selbst eine Interpretation der antiken Kunst darstellt, gibt es eine klassizistische Unterströmung, die auch in der Zeit des Barock immer wirksam bleibt.

Hauptsächlich aber wird als Klassizismus eine Epoche der gesamten Kunstgeschichte im späten 18. Jahrhundert und frühen 19. Jahrhundert (etwa zwischen 1770 und 1830) bezeichnet, die die Klassik zu erneuern versuchte. Als ihr geistiger Begründer gilt Johann Joachim Winckelmann. In Frankreich entwickelte sich der Klassizismus vom zierlichen Louis-Seize-Stil zum wuchtigen, klobigen Empire-Stil; in Deutschland vom sog. Zopf-Stil zum Empire- und Biedermeier-Stil.

In Karlsruhe ist der Klassizismus untrennbar mit dem Namen Friedrich Weinbrenners verbunden, der neben Karl Friedrich Schinkel in Berlin und Leo von Klenze in München der bedeutendste klassizistische Architekt in Deutschland war.

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