Karstadt
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Die Karstadt Warenhaus GmbH aus Essen betreibt zwei Häuser in Karlsruhe: den „Karstadt Karlsruhe“ und „Karstadt Sport“.
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Karstadt Karlsruhe
Karstadt bietet in einem Gebäude mit teilweise historischer Fassade in der Fußgängerzone auf über 18.000 qm ein Warenhaus mit Mode, Schuhen, hochwertigen Lebensmitteln, Spielwaren, Medien, Groß- und Kleinelektrogeräte, Unterhaltungselektronik und den Waren des täglichen Bedarfs.
Der seit 1. Oktober 2010 neue Inhaber von Karstadt, die Berggruen Holding, will das zukünftige Sortiment anpassen. Die zukünftigen Schwerpunkte sollen folgende Bereiche bilden:
- „Fashion“ – Mode
- „Home“ – von Küche und Bad bis zu Haushaltsgeräten
- „Personality“ – Uhren, Schmuck und Kosmetik
- „Sport“
Die Bereiche Unterhaltungselektronik und Bücher sollen reduziert werden.
Nach einem Bericht der BNN vom 1. März 2012 will sich Karstadt bis Ende 2013 aus dem Bereich „Multimedia“ zurückziehen, d.h. alles rund um Computer, Fernseher und Musik. Flankierend dazu soll das Warenangebot im Bereich „Fashion“ um etwa 20 Prozent reduziert werden. Hintergrund sind die Überlegungen des derzeitigen Konzernchefs Andrew Jennings, dass Karstadt für seine Kunden eine stärkere Vorauswahl treffen will, damit diese einfacher einkaufen könnten. Zukünftig sollen auch alle Marken jährlich auf ihre Rentabilität hin geprüft werden.
Geschichte des Gebäudes
Zwischen 1912 und 1914 wurde in der Kaiserstraße 147/Ecke Lammstraße von Architekt Wilhelm Kreis im Auftrag der Geschwister Johanna und Max Knopf das Warenhaus Knopf in neoklassizistischem Stil gebaut.
Am 4. September 1938 übernahm die Friedrich Hoelscher KG im Zuge der Enteignung jüdischen Besitzes das Kaufhaus. Jüdinnen und Juden wurde der Besuch des Restaurants im Obergeschoss von nun an untersagt.
Am 24. August 1953 kaufte die Karstadt AG das Haus.
Da das Gebäude sowohl den ersten als auch zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört überstanden hatte, galt es als eines der wenigen erhaltenen Beispiele der Kaufhausarchitektur im frühen 20. Jahrhundert. Deshalb wurde das Gebäude 1971 unter Denkmalschutz gestellt.
1976 wurde von Karstadt geplant, die Zähringerstraße zwischen Ritterstraße und Lammstraße durch Baumaßnahmen zu schließen. Dies scheiterte am Widerstand des Spielwarengeschäfts Doering in der Ritterstraße und an der Bauverwaltung trotz der zustimmenden Haltung des damaligen Oberbürgermeisters Otto Dullenkopf.
Die alte Fassade wurde 1981 für 2,8 Mio. DM renoviert.
1989 wurde nach knapp zehnjähriger Bauzeit das Gebäude auf dem Nachbargrundstück als Erweiterungsbau eröffnet. Anschließend wurde der Altbau saniert, wobei die Fassade in der Kaiserstraße bestehen blieb, das restliche Gebäude jedoch vollständig abgerissen wurde. Die Fassade in der Lammstraße wurde vollständig rekonstruiert. 1990 wurde die Zusammenführung des Altbaus mit dem Neubau vollzogen.
Ende 2005 wurde das Obergeschoss komplett umgebaut. Wo sich zuvor ein kleines Café und das Verkaufsumfeld für Bücher, DVDs und Musik-CDs befand, ist heute ein großes Buffetrestaurant der "Le Buffet"-Kette. Dort werden verschiedene Speisen, Kuchen, Obst und hausgemachtes Eis angeboten. Zusätzlich ist eine Spielecke für Kinder vorhanden.
Öffnungszeiten
- Montag bis Samstag: 09:30 bis 20:00 Uhr
Adresse
- Kaiserstraße 147-159
- 76133 Karlsruhe
- Telefon: (07 21) 91 02 - 0
- Telefax: (07 21) 91 02 - 3 00
Karstadt Sport
bitte zur Aufklärung bei.
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Am 20. Oktober 2005 wurde im ehemaligen Hertie-Gebäude ein Karstadt Sport eröffnet, nachdem die Karstadt Warenhaus AG das Gebäude gekauft hatte.
Karstadt nutzte das Gebäude jedoch nicht alleine. Neben Karstadt Sport wurde ein dm-drogerie markt eröffnet. Ende November 2005 kam ein Computershop des Apple-Händlers Gravis hinzu. Im März 2006 hat das Kaufhaus Breuninger seine Verkaufsräume bezogen.
Da der gesamte Immobilienbesitz der Karstadt Warenhaus GmbH an das Highstreet-Konsortium verkauft wurde, ist Karstadt Sport nur noch einer der Mieter des Gebäudes.
Öffnungszeiten
- Montag bis Samstag: 09:30 bis 20:00 Uhr
Adresse
- Kaiserstraße 92
- 76133 Karlsruhe
- Telefon: (07 21) 57 04 45 0
- Telefax: (07 21) 57 04 45 5 41
Wirtschaftliches
Fusion
1999 fusionierte die Karstadt AG mit Quelle, siehe hierzu auch Quelle GmbH. Die Warenhäuser von Karstadt wurden seitdem von der Karstadt Warenhaus AG betrieben, welche eine 100% Tochter der KarstadtQuelle AG und später der Arcandor AG war.
2006 wurde die Gesellschaftsform der Karstadt Warenhaus AG in die Karstadt Warenhaus GmbH geändert. In diesem Jahr wurden auch die Immobilien vollständig an das Highstreet-Konsortium verkauft und seitdem zurückgemietet.
Die Warenhäuser in Karlsruhe gehören zu den umsatzstarken Häusern im Konzern und schreiben schwarze Zahlen, selbst in den turbulenten Zeiten des Konzerns.
Insolvenz und Rettung
Aufgrund etlicher Schwierigkeiten musste die Konzernmutter Arcandor AG am 9. Juni 2009 Insolvenz beantragen, weshalb die Karstadt Warenhaus GmbH mit dem Zusatz „i.I.“ geführt wurde, was für „in Insolvenz“ steht.
Am 7. Juni 2010 hatte der Gläubigerausschuss dem Verkauf der Karstadt Warenhaus GmbH an die Berggruen Holding zugestimmt. Die Holding übernahm alle bundesweit noch vorhandenen Warenhäuser zum 1. Oktober 2010. Das Insolvenzverfahren wurde vom zuständigen Amtsgericht Essen am 30. September 2010 aufgehoben.
Vom Käufer ist geplant, die bestehenden Warenhäuser in die drei Geschäftsbereiche Sporthäuser, Premiumhäuser und sonstige Warenhäuser aufzuteilen.
Weblinks
- Offizielle Webpräsenz „Karstadt Karlsruhe“
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Karstadt“
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Hertie“