Joseph Groß

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Joseph Groß

Joseph Groß (* 29. Oktober 1909; † 1993) war Landrat des Landkreises Karlsruhe.

Leben und Wirken

Der Diplomkaufmann Joseph Groß war nach ersten beruflichen Stationen als Bankangestellter bei der Landesgewerbebank für Südwestdeutschland als Sachbearbeiter der Devisenstelle und später als Sachgebiets- und Abteilungsleiter beim Oberfinanzpräsidium Baden tätig.

Anschließend war Groß Referent und Abteilungsleiter im Landwirtschaftsamt Nordbaden in Karlsruhe, bevor er im Oktober 1946 erstmals zum Landrat des Landkreises Karlsruhe gewählt wurde – zunächst zwei Jahre kommissarisch. 1948 folgte seine Wiederwahl auf sechs Jahre. Auch 1954 und 1965 wurde Groß als Landrat jeweils für zwölf Jahre in seinem Amt bestätigt Im Oktober 1971 schied er auf eigenen Antrag aus dem Dienst aus.

Während seiner 25-jährigen Amtszeit als Landrat hat Groß entscheidend zum Aufbau des damaligen Landkreis Karlsruhe nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen. So zeichnet er sich verantwortlich für den Bau und Ausbau der Beruflichen Schulen im Landkreis Karlsruhe mit den Standorten Bretten und Ettlingen. Auch der Bau der Rechbergklinik in Bretten im Jahr 1965 wurde vom damaligen Landrat entscheidend vorangetrieben. In seine Amtszeit fiel auch der Bau des Atommeilers im Kernforschungszentrum Karlsruhe. Dazu hatte er sich eingehend mit Atomphysik beschäftigt, was ihm auch den Beinamen „Atom-Sepp“ einbrachte.

Ehrenamtlich engagierte er sich beim Aufbau des Landeswohlfahrtsverbandes, wo er auch Vorsitzender war.

Ehrungen