Johann Adam Heneka

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Grabstein

Johann Adam Heneka (* 11. Dezember 1801 in Mannheim; † 14. November 1878 in Bruchsal), auch in Schreibweise Hennecka, war ein katholischer Geistlicher, der vor allem als Pfarrer in Wintersdorf und Stupferich bekannt wurde.

Leben und Wirken

Der Sohn des Schuhmachers Georg Heneka und seiner Frau Margaretha Damahl empfing am 20. Dezember 1827 in Meersburg die Priesterweihe. Es folgte ein Vikariat in Grünsfeld, dem sich eine Stelle als Pfarradministrator in Philippsburg. Danach war er von Mitte Juni bis Ende Oktober 1834 Pfarrverweser an der Bruchsaler Stiftskirche Unsere Liebe Frau.

Als 1834 die Pfarrei St. Michael in Wintersdorf ausgeschrieben wurde, bewarb sich Heneka auf die Stelle und setzte sich gegen sechs Mitbewerber durch.

Dort angekommen bekam er es bald mit dem Problem zu tun, dass die Ablösung des Pfarr- und Schulzehnten anstand. Laut eigenen Angaben hatte er von diesem Thema kaum Fachkenntnis. Er arbeitete sich dennoch intensiv in die Materie ein und konnte erreichen, dass die Gemeinde am Ende finanziell besser dastand als dies vom Amts wegen geplant war.

Ebenfalls in Henekas Zeit fiel der Neubau des Pfarrhauses in den Jahren 1840/41. Weiters sammelte er alle verfügbaren Heirats-, Geburts- und Sterbeurkunden und erstellte so das erste Wintersdorfer Familienbuch.

Nach der Zwischenstation in Büchig in den Jahren 1850 bis 1853 kam er nach Stupferich zur Pfarrkirche St. Cyriakus , wo er bis zu seiner Pensionierung blieb. Er war in dieser Zeit auch Definitor des Ettlinger Landkapitels.

Belegt ist, dass Heneka private Geldmittel in den Stupfericher Kirchenfond stiftete.

Er starb am 14. November 1878 um 16 Uhr in Bruchsal, wo er zwei Tage später beigesetzt wurde.

Ein Grabstein, der neben anderen auch seinen Namen trägt, ist auf dem Bruchsaler Friedhof erhalten.