Jörg Tauss

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Jörg Tauss

Jörg Tauss (* 5. Juli 1953 in Stuttgart) war sozialdemokratischer Politiker. Bis zur Bundestagswahl 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Er trat am 20. Juni 2009 aus der SPD aus und war vom 20. Juni 2009 bis 30. Mai 2010 Mitglied der Piratenpartei.

Leben

Jörg Tauss wurde am 5. Juli 1953 geboren und ist seit 1976 mit Irmgard Tauss verheiratet.

Nach Grund- und Realschule starte er

1969 Lehre und Tätigkeit als Lebensversicherungskaufmann (Fachbereich betriebliche Altersversorgung)
1973 bis 1984 hauptamtliche gewerkschaftliche Tätigkeit bei der DAG in Stuttgart, Hamburg und Esslingen
1984 bis 1986 freiberufliche Tätigkeit

Wirken

1986 bis 1994

1986 bis 1994 hauptamtliche Tätigkeit bei der IG Metall (2. Bevollmächtigter bei der IG Metall Bruchsal, Technologieberatung für Betriebsräte

Jörg Tauss kandidiert 1990 erfolglos für den Bundestag, er ist danach bis 1994 Pressesprecher der IG Metall-Bezirksleitung Baden-Württemberg.

1994 bis 2009

Jörg Tauss war seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Am 16. Juni 1995 ruft er zur Gründung des „Virtuellen Ortsvereins (VOV) der SPD“ auf[1]

Er wurde 2004 über die SPD-Landesliste als Bundestagsabgeordneter wiedergewählt.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Karlsruhe öffentlich gegen Jörg Tauss Ermittlungen aufgenommen hat, gibt Jörg Tauss an 6. März 2009 seine Ämter als Generalsekretär der baden-württembergischen SPD und in der SPD-Fraktion seine Funktionen als Sprecher für Bildung, Forschung und Medien und den Sitz im Fraktionsvorstand auf er behält sein Bundestagsmandat und bekräftigt, dass die Vorwürfe gegen ihn schnell ausgeräumt werden können.[2]

Auf der Demonstration Independent Friday Night Game – Demonstration für Jugendkultur! im Juni 2009 hält er eine kurze Ansprache, in der sich gegen das Verbot der Veranstaltung ausspricht.

Funktionen in der SPD

  • Mitglied im Kuratorium des Wissenschaftsrats der SPD (bis 2009)
  • Mitglied der Medienkommission beim SPD-Parteivorstand (bis 2009)
  • Vorstands- und Gründungsmitglied des Virtuellen Ortsvereins (VOV) der SPD
  • Gesprächskreis Bildung beim Parteivorstand

Funktionen in der SPD–Bundestagsfraktion

  • Sprecher für Bildung, Forschung und Medien der SPD-Bundestagsfraktion (1999-2009)
  • Mitglied des Fraktionsvorstands (bis 2009)
Ausschüsse für 
Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (ord.), Kultur und Medien (ord.), Innenausschuss (stv.), Ständiger Ausschuss (stv.), Ausschuss Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung (stv.), Enquetekommission „Ethik und Recht in der modernen Medizin“ (stv.),
Schwerpunktthemen 
Bildungs-, Forschungs-, Medien- und Internetpolitik, Reform des Kommunikationsrechts

2009/2010

Nach einer Abstimmungsniederlage beim „Zugangserschwerungsgesetz“, das eine technische Zensurinfrastruktur im Internet erlaubt, tritt Tauss am 20. Juni 2009 aus der SPD aus.[3] Am gleichen Tag erklärt die Piratenpartei Deutschland, dass sie Jörg Tauss als Mitglied aufgenommen hat.[4]

Nach der Verurteilung durch das Landgericht Karlsruhe zu einer Bewährungsstrafe[5] trat er am 30. Mai 2010 aus der Piratenpartei aus.

Sonstiges

Mitgliedschaften

  • Mitglied der SPD von 1971 bis 2009
  • Mitglied der Piratenpartei 2009 bis 2010
  • Mitglied des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (u.a. Forschungszentrum Karlsruhe, Krebsforschungszentrum Heidelberg)
  • ad personum Deutsche UNESCO-Kommission
  • Vorsitzender des Kuratoriums des Horst-Görtz-Institutes der Universität Bochum
  • Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Studentenwerkes
  • verschiedene Beiräte und Vereine (ehrenamtlich)
  • Mitglied von ver.di, IG Metall, NaturFreunde, West-Ost–Gesellschaft , Katholische Arbeitnehmerbewegung

Publikationen und Veröffentlichungen

Jörg Tauss hat unter anderem veröffentlicht:

  • „Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft“ (Hsg.), Nomos 1996, ISBN 3789045837
  • Jahrbücher Telekommunikation, Zeitschrift für Gesetzgebung (2002)
  • „Rechtsdurchsetzung im Cyberspace“ (2002)
  • „Modernisierung des Datenschutzes: Wege aus der Sackgasse“ (2004)
  • „Innovativer Datenschutz 1992–2004: Wünsche, Wege, Wirklichkeit“ (2004)

Auszeichnungen

Jörg Tauss wurde im Juli 2005 von der Satirezeitschrift „Helgoländer Vorbote“ zum Rekord-Zwischenrufer des 15. Bundestags ausgezeichnet.

Adresse

Jörg Tauss, MdB
Hauptstraße 37
76703 Kraichtal
Telefon: (0 72 52) 5 80 38 03
Telefax: (0 72 52) 5 80 38 05


Weblinks

Fußnoten

  1. Gründungsaufruf zum Virtuellen Ortsverein durch Jörg Tauss
  2. http://www.tauss.de/index.php?nr=20355&menu=1&__tauss=7036d9d7121544b6b74f559ec6043d47
  3. http://www.tauss.de/index.php?nr=26398&menu=1
  4. http://www.piratenpartei.de/node/779
  5. http://www.bruchsal.org/tauss-prozess
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Siehe auch Guter Artikel, Editierhilfe und Handbuch