Forschungszentrum Karlsruhe

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Forschungszentrum Karlsruhe

Das Forschungszentrum Karlsruhe war bis zur Gründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eine Forschungseinrichtung in Karlsruhe und Eggenstein-Leopoldshafen.

Name

Unter „Kernforschungszentrum“ oder „Forschungszentrum Karlsruhe“ wird seit Gründung des KIT umgangssprachlich entweder der KIT-Campus Nord (als geografische Angabe) oder der Großforschungsbereich des Karlsruher Instituts für Technologie verstanden.

Geschichte

Das Wappen von Eggenstein-Leopodshafen weist hin auf das einstige Kernforschungszentrum

Gegründet wurde das Forschungszentrum 1956 als „Reaktorbau- und -betriebsgesellschaft“ und später in „Kernforschungszentrum“ umbenannt. Aus diesem Bereich sind noch Forschungsthemen zu nuklearer Sicherheit am ITU (Institut für Transurane) und zu Kernfusion sowie auf einem abgetrennten Geländeteil eine Atommüll-Verglasungs-Anlage (innerhalb der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, WAK) übrig geblieben. Der erste Forschungsreaktor FR 2 dient heute als Museum.

Ein weiterer Forschungsreaktor auf dem Gelände des Forschungszentrums, die KNK II (Kompakte Natriumgekühlte Kernreaktoranlage), war jahrzehntelang für die Entwicklung der Brutreaktoren (Schnelle Brüter) von Bedeutung. Das Projekt „Schneller Brüter“ wurde in Deutschland von Prof. Dr. Wolf Häfele initiiert. Die KNK II mit 20 MW elektrischer Leistung wurde zunächst von 1971 bis 1974 mit einem thermischen Reaktorkern als KNK I und dann von 1977 bis 1991 mit einem schnellen Reaktorkern als Schnellbrüterkraftwerk KNK II betrieben. Sie diente als Versuchsanlage für den Bau des Schnellen Brüters SNR 300 in Kalkar. Mit der politischen Entscheidung der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen Anfang der 1990er Jahre, den Brutreaktor in Kalkar nicht in Betrieb zu nehmen, wurden auch die Forschungsprojekte zum Schnellen Brüter abgebrochen. Der KNK II wurde am 23. August 1991 abgeschaltet. Seither wird an seinem Rückbau gearbeitet. Der Terminplan sieht 10 Schritte vor, es ist geplant, dass die Stilllegung im Jahre 2009 vollständig abgeschlossen sein wird.

Am 1. Januar 1995 wurde das Kernforschungszentrum Karlsruhe in Forschungszentrum Karlsruhe - Technik und Umwelt umbenannt. Der Namenszusatz Technik und Umwelt wurde dann am 10. April 2002 durch in der Helmholtz-Gemeinschaft ersetzt.

Im Jahr 2006 begann das Forschungszentrum mit einer engeren Zusammenarbeit mit der Universität Karlsruhe unter dem virtuellen Dach des Karlsruhe Institute of Technology.

Am 23. September 2006 feierte das Forschungszentrum mit einem Tag der offenen Tür sein 50-jähriges Bestehen.

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Das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) liegt auf dem Gebiet der nördlichen Nachbargemeinde Eggenstein-Leopoldshafen.

Es ist mit etwa 3800 Beschäftigten eine der größten Forschungseinrichtungen in Deutschland. Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF).

Forschungsschwerpunkte

Forschungs- und Entwicklungsprogramme erstrecken sich auf die Gebiete der industriellen Vorlaufforschung bis hin zur Produkt- und Verfahrensentwicklung, der Vorsorgeforschung und der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung. Dabei kooperiert das Forschungszentrum mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Eine weitere Aufgabe ist der Betrieb von Großgeräten auch für externe Nutzer.

Die Entwicklung der Kerntechnik als Gründungsaufgabe des Zentrums ist seit Beginn der 80er Jahre übergegangen in ein breit angelegtes Aufgabenspektrum. Wesentliches Merkmal der heutigen Aufgaben ist ihr Komplexität, eine langfristige Zielsetzung und multidisziplinäre Zusammenarbeit.

Literatur

  • Willy Marth: Der Schnelle Brüter SNR 300 im Auf und Ab seiner Geschichte, Report KfK 4666 (Kernforschungszentrum Karlsruhe), März 1992
  • Karl Wirtz: Im Umkreis der Physik, Forschungszentrum Karlsruhe, 1987, ISBN 392370402X
  • Peter Sperling: Geschichten aus der Geschichte: 50 Jahre Forschungszentrum Karlsruhe, ISBN 3-923704-54-2

Adresse

Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Telefon: (0 72 47) 82 - 0

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Weblinks

  • Die Domain www.fzk.de wird nicht mehr genutzt, es gibt aber Kopien der Webpräsenz im Internet-Archiv Archive.org