Straßenbahnstrecke Kaiserstraße

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Die Straßenbahnstrecke durch die Kaiserstraße ist die wichtigste und am stärksten frequentierteste Straßenbahnstrecke in Karlsruhe. Hier verkehren sowohl Straßenbahnen, als auch Stadtbahnen.

Verlauf

Die Strecke beginnt an der Haltestelle Durlacher Tor, wo die Straßenbahnstrecken aus der Durlacher Allee, der Haid-und-Neu-Straße und der Kapellenstraße zusammentreffen. Sie verläuft in der östlichen Kaiserstraße bis zum Beginn der Fußgängerzone an der Haltestelle Kronenplatz, wo sich die Strecke durch die Südstadt abzweigt auf eigenem Gleiskörper. Zwischen Kronenplatz und Marktplatz wird der östliche Teil der Fußgängerzone durchfahren. Am Marktplatz befindet sich ein Abzweig zur Strecke durch die Ettlinger Straße. Anschließend wird mit dem westliche Teil der Fußgängerzone der Haupteinkaufsbereich von Karlsruhe durchfahren. Am Europaplatz zweigt die Strecke durch die Karlstraße ab. Hinter dem Europaplatz endet die Fußgängerzone. Die Strecke folgt auf dem Fahrbahnbelag die Kaiserstraße bis zum Kaiserplatz, welcher umrundet wird und eine Wendemöglichkeit in beide Richtungen bietet. Kurz nach der Kreuzung Kaiserallee/Reinhold-Frank-Straße befindet sich die Haltestelle Mühlburger Tor. Von hier aus fahren die Bahnen weiter über die Strecke in der Kaiserallee in westliche Richtung. Kurz vor der Haltestelle zweigt die Linie  3  über die Nordstadtbahn zur Heide ab.

Linien

  •  1  Gesamte Strecke
  •  2  Zwischen Durlacher Tor und Kronenplatz und zwischen Europaplatz und Mühlburger Tor
  •  3  Zwischen Europaplatz und Mühlburger Tor
  •  4  Zwischen Durlacher Tor und Europaplatz
  •  5  Zwischen Durlacher Tor und Kronenplatz
  •  6  Zwischen Europaplatz und Mühlburger Tor
  •  S1   S11  Zwischen Kronenplatz und Mühlburger Tor
  •  S2  Gesamte Strecke
  •  S4  Zwischen Durlacher Tor und Kronenplatz
  •  S5  Gesamte Strecke
  •  S52  Zwischen Marktplatz und Mühlburger Tor
  •  S7   S8  Zwischen Durlacher Tor und Kronenplatz

Geschichte

Auf der Strecke wurde am 21. Januar 1877 eine Pferdebahn eingerichtet. Bei der Elektrifizierung der Straßenbahn wurde in der Innenstadt anfangs auf Oberleitungen verzichtet, weshalb in der Kaiserstraße Wagen mit Akkumulatoren eingesetzt wurden. Drei Jahre später wurden auch in der Kaiserstraße Oberleitungen installiert, sodass nun alle elektronischen Straßenbahnwagen durch die Kaiserstraße fahren konnten. Durch Erweiterungen des Straßenbahnnetzes, später auch durch das Stadtbahnnetz hat die Bahndichte auf der Kaiserstraße ständig zugenommen, was das Überqueren der Kaiserstraße erschwerte. Bereits Anfang der 70er gab es deshalb Pläne für einen Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße. Ein 1996 vom Gemeinderat beschlossener Entlastungstunnel, der parallel zur oberirdischen Strecke betrieben werden sollte, wurde durch einen Bürgerentscheid abgelehnt. Am 22. September 2002 hat bei einem weiteren Bürgerentscheid eine knappe Mehrheit für die Kombilösung gestimmt, die neben einem Straßenbahntunnel (U-Strab) eine straßenbahnfreie Fußgängerzone sowie eine Straßenbahnstrecke durch die Kriegsstraße vorsieht.

Zukunft

Für den Spatenstich für den Bau der Kombilösung ist der 21. Januar 2010 vorgesehen. Nach Inbetriebnahme der Strecke durch die Kriegsstraße, soll die oberirdische Strecke durch die Kaiserstraße zwischen Kronenplatz und Europaplatz stillgelegt werden.