Schwarzenbachtalsperre

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Schwarzenbachtalsperre, Blick zur Staumauer
Schwarzenbachtalsperre, Blick von der L83 nach Norden, am Berggipfel Folgen des Orkan Lothar sichtbar
Die Druckrohre im Murgtal

Die Schwarzenbachtalsperre ist ein Stausee bei Forbach im Schwarzwald. Er liegt in 668 Metern Höhe zwischen der Schwarzwaldhochstraße und dem Murgtal. Durch die Schwarzenbachtalsperre wird das Wasser des Schwarzenbachs und des Seebachs gestaut, und der Bäche Biberbach und Hundsbach (Quellbäche der Raumünzach) gesammelt.

Ausflugsziel

Der See ist mit seinen ungefähr 2 Kilometern Länge der größte Stausee im Nord- und Mittelschwarzwald. Durch seine idyllische Lage sowie die Wander- und Einkehrmöglichkeiten in seiner Umgebung ist der See ein beliebtes Ausflugsziel in jeder Jahreszeit. Im Sommer hat ein Bootsverleih und ein Kiosk geöffnet. An der Nordseite gibt es einen schmalen sandigen, zum Teil auch etwas steinigen Badestrand. Auf Infotafeln kann man sich über die Geschichte der Talsperre informieren.

Das Hotel bei der Staumauer ist sei 2011 geschlossen.

Kraftwerk

Das Wasser der Schwarzenbachtalsperre wird in unter- und oberirdischen Druckstollen und -rohren zur Stromgewinnung bis zum Rudolf-Fettweis-Werk (EnBW) in Forbach geleitet. Die Anlage dient dem Lastenausgleich in der Energieversorgung. Wenn in der Elektrizitätserzeugung ein Überschuss herrscht , wird das Wasser vom Becken in Kirschbaumwasen in den Stausee gepumpt. Bei Energiemangel wird das Wasser aus dem Stausee über die Wasserturbinen des Rudolf-Fettweis-Werks in das Ausgleichsbecken bei Forbach geleitet.

Die Talsperre hat einen Nutzinhalt von 14,4 Millionen Kubikmeter.

Geschichte

Da das Schwarzenbachtal etwa 350 Meter höher liegt als das Murgtal, bot es sich für den Bau eines Stausees an. 1922 wurde mit dem Bau der Staumauer, einer Gewichtsstaumauer von 400 Metern Länge und 65 Metern Höhe, begonnen. Bei dem Bau wurden zeitweise 2600 Arbeitskräfte aus vielen Ländern eingesetzt. Bevor gebaut werden konnte, mussten 18.000 Festmeter Holz geschlagen werden, Häuser wurden abgerissen und die Einwohner wurden nach Herrenwies umgesiedelt.

Die Staumauer war 1926 nach vier Jahren Bauzeit fertiggestellt. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Staumauer am 19. Juli 1944 bei einer Bombardierung leicht beschädigt.

1952 fand nach 1935 die zweite komplette Entleerung des Stausees statt, um umfangreiche Sanierungen vorzunehmen. 1997 wurde das Wasser zum letzten Mal abgelassen. Anschließend wurde unter anderem der Grundablass erneuert.

Verkehr

Über die Buslinie  263  ist die Talsperre mit dem Bus aus Bühl bzw. Forbach angebunden.

Ausflugsziele in der Umgebung

Weblinks