Ignatius Kling

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Klings Grabstein

Ignatius Kling (* 29. Juli 1779 in Bühl; † 3. November 1876 in Untergrombach) war ein katholischer Geistlicher.

Leben und Wirken

Kling wurde 1779 als Sohn des Schusters Johannes Adam Kling in Bühl geboren. 1798 ging er in ein Kloster nach Straßburg um seine theologische Ausbildung zu beginnen. Er folgte fünf Jahre später seinem zum Bischof ernannten Abt nach Mainz, wo er 1810 aus dessen Hand die Priesterweihe Empfing. Nach einigen linksrheinischen Stationen kam er 1816 zurück ans Bistum Freiburg. Dort waren seine Stationen Ottersweier (1816 - 1820), Offenburg (1820 - 1824) in Ottenau (1824 - 1828) und anschließend 10 Jahre in Burbach als Pfarrer tätig, ehe er 1838 nach Untergrombach kam.

Dort war er direkt mit den von seinem Vorgänger Elias Albrecht ins Auge gefassten Plänen eines Kirchenneubaus beschäftigt. Die sich in jenen Jahren verändernden Strukturen in der Kirchenfinanzierung machten diesen Bau vorläufig jedoch unfinanzierbar. Daher wurde der Rückerwerb der säkularisierten und baufälligen Michaelskapelle in den 1840er und 1850er Jahren das beherrschende Thema. Kling sorgte vor allem für die Organistion der Spendengelder, um den Kauf und die Baumaßnahmen zu finanzieren, mit dem Ziel, die Wallfahrten dorthin wieder aufleben zu lassen.

Anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums schenkte ihm die Gemeinde einen Pokal, welcher von Kling zur Verwendung als Messkelch an die Michaelskapelle gegeben wurde. Der Kelch ging später verloren.

Kling spürte, dass er altersbedingt alleine nicht mehr zurechtkam, weswegen ihm Ende 1861 ein Vikar zugeteilt wurde. Den Unterhalt musste Kling aus eigener Tasche bezahlen.

Als nächstes standen die konkreten Baumaßnahmen an der neuen Kirche St. Cosmas und Damian an. Die Einweihung der fertiggestellten Kirche im Jahr 1867 ging einher mit der Firmung von 820 Firmlingen, für Kling, der mit der Planung dieses Festes befasst war, eine zusätzliche Belastung.

Es galt noch, die Inneneinrichtung der Kirche zu vollenden, wobei Kling, der nicht in den Ruhestand und auch nicht in seine Geburtsstadt gehen wollte, sich immer weniger in der Lage sah, seine Aufgaben zu erfüllen. Daher wurde sein Vikar zum Pfarradministrator erhoben.

Kling starb im Jahre 1876. Sein Grab befindet sich auf dem heutigen Alten Friedhof Untergrombachs.

Ehrungen