Haydnplatz

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Mai 2012 – Blick von Osten
Mai 2012 – Blick von Westen
Östliche Gebäude

Der Haydnplatz ist ein Platz im Karlsruher Stadtteil Weststadt.

An diesem Platz treffen die Weberstraße, Beethovenstraße, Mozartstraße und Nördliche Hildapromenade zusammen.

Geschichte

Anfang 1901 meldete der Architekt Heinrich Sexauer sein Interesse an dem Kauf der Grundstücke an Haydnplatz an und stellte im gleichen Jahr noch den ersten Entwurf für die Gebäude und dem Platz mit einem Brunnen vor. Sein Vorschlag wurde angenommen und er kaufte das erste Grundstück an der östlichen Seite. Für die anderen Grundstücke erhielt er das Vorkaufsrecht.

Angelehnt an den aus England bekannten Crescent (einer der berühmtesten, der Royal Crescent, findet sich heute in der Stadt Bath) wurde die Platzbebauung im Halbrund geplant. Bebaut wurde der Platz schließlich zwischen 1903 und 1913 mit drei Gebäuden. Mieter der neu entstandenen Wohnungen waren Rechtsanwälte, Direktoren, Fabrikanten, Bankiers, Architekten und Künstler, die allesamt zum Großbürgertum zählten.

Die Planung und Anlage des Platzes wurde aber zum Dauerstreit zwischen dem Architekten und dem Leiter der Städtischen Gartendirektion, der den Entwurf von Sexauer ablehnte und eigene Entwürfe vorstellte und auch 1908 ausführen ließ.

Der Architekt war mit der Gestaltung des Platzes nicht einverstanden und legte weitere Entwürfe vor, die dann im Oktober 1912 vom Stadtrat genehmigt wurden. Die Arbeiten begannen 1913, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhinderte die Fertigstellung des Platzes. So blieb das Grundstück an der Mozartstraße noch etwa 40 Jahre unbebaut, was auch den Bau des zweiten Torbogens mit Brückenhaus (wie rechts an der Weberstraße) verhinderte und auch der mittlere Torbogen fehlt bis heute.

Die Brunnenanlage wurde noch fertig gestellt und im Oktober 1916 in Betrieb genommen. Die geplanten großen, aus Bronze gegossenen, Brunnenfiguren wurden aber nicht mehr hergestellt. Dafür wurden 1973 die aus Kunststein gegossenen Plastiken „Eurydike“ und „Orpheus“ von Emil Sutor auf den seitlichen Postamenten aufgestellt. Aufgrund ihre Größe und Gestaltung erreichen sie aber nicht die ursprünglich geplante monumentale Wirkung.

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

Haltestellen-H klein.png  nächste Haltestelle: Mühlburger Tor oder Kunstakademie     

Platzname

Der Platz wurde 1907 nach dem österreichischen Komponisten Franz Joseph Haydn (1732-1809) benannt.

Literatur

  • Gerhard Kabierske: 89 Brunnen auf dem Haydnplatz, Seite 491ff in „Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945“ (Band 7 der Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Herausgeber Heinz Schmitt), 2. Auflage, Karlsruhe 1989. ISBN 3761702647
  • Gerhard Kabierske: 72 Projekt für einen Brunnen auf dem Haydnplatz, Seite 424ff in „Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945“ (Band 7 der Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Herausgeber Heinz Schmitt), 2. Auflage, Karlsruhe 1989. ISBN 3761702647

Weblinks