Brauerei Kammerer

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Die Brauerei Kammerer an der Kriegsstraße 113a (direkt gegenüber der alten Brauerei Moninger) war wohl neben der Brauerei Wolf die kleinste der Karlsruher Brauereien, die den Sprung ins 20. Jahrhundert geschafft hatten.

Geschichte

Ihre Geschichte beginnt etwa um 1864, als Karl Friedrich Kammerer die Braustätte in der Langen Str. 13 (heutige Kaiserstraße) von Georg Köllenberger übernahm. 1866 pachtete Kammerer die alte Moninger-Brauerei in der Waldhornstraße 23, die er später auch käuflich erwarb.

1889 erfolgte schließlich der Umzug in ein neu errichtetes Brauereigebäude in der Kriegsstraße 97 (später Nr.113/113a), wo Kammerer schon seit längerem einen Bierkeller besaß. Aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft zu den Brauereien Moninger und Fels, sowie der Union-Brauerei bildete sich hier an der Kriegsstraße das bedeutendste Brauereizentrum Karlsruhes aus.

1891 übernahm Karl Friedrichs Sohn Karl Kammerer jr. den Betrieb. Dieser musste die Brauerei aus gesundheitlichen Gründen jedoch 1920 aufgeben und verkaufte das Gelände an die befreundete Brauerei Moninger. Fortan wurden die Gebäude von Moninger nur noch als Lager genutzt.

Noch heute ist das ehemalige Verwaltungsgebäude an der Kriegsstraße gegenüber dem einstigen Moninger-Turm erhalten. Wer genau hinschaut, kann über dem Hauseingang noch deutlich den in Stein gemeißelten Schriftzug "Brauerei Kammerer" lesen. Auch an den beiden Eingangspfeilern der angrenzenden Hofeinfahrt, sowie am Dachgiebel des Vorbaus sind noch Embleme und Schriftzüge erhalten. Die restlichen Brauereigebäude wurden 1974 abgerissen.

Bilder

Standort

Lage der Brauerei um 1920
Letzte Adresse (1920)
Brauerei Karl Kammerer
Kriegsstraße 113a
Karlsruhe

Quellen