Europaplatz (Bruchsal)

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Disambig-50px.png Dieser Artikel beschreibt den Platz Europaplatz in Bruchsal, für den gleichnamigen Platz in Karlsruhe siehe Europaplatz.

Der Alltag ist eingezogen!

Der Europaplatz ist ein Platz in Bruchsal.

Angebot

Auf dem Platz befinden sich die Steine der Partnerschaft (Skulpturen der Partnerstädte und Bruchsal), ein Pavillon mit einer Terrasse und Bepflanzungen, Wasserspiele und Sitzbänke.

Lage

Der Platz liegt an der Ecke Bahnhofstraße mit dem Bahnhofplatz, 200 m nördlich des Bahnhofes. An der südlichen Platzseite liegt das Kino Cineplex und an der Ostseite das La Cubanita.

Dieser Ort im Stadtplan:

Geschichte

Die zerstörte Strasser-Anlage um 1947

Bereits um 1910 befand sich an dieser Stelle eine Grünanlage, die zunächst keinen Namen trug. Zwischen 1927 und 1938 (der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt) erhielt sie den Namen „Peter-Strasser-Anlage”. Namensgeber war Peter Strasser (1876–1918), ein Marinekommandant des Ersten Weltkrieges, der einige Jugendjahre im Bruchsal verbrachte. Das Haus in dem Strasser wohnte befand sich an der Ostseite des Platzes (heute La Cubanita).

An der Ecke Bahnhofstraße/Bahnhofplatz befand sich ursprünglich ein Brunnen, der später durch ein Marinedenkmal ersetzt wurde.

Ursprünglich gab es von jeder Ecke des Platzes einen Zugang zu einem in der Platzmitte befindlichen Kreis, an dem sich Bäume und Sitzgelegenheiten fanden. Nach einer Umgestaltung gab es nur noch einen Weg von der Südwestseite auf die Nordostseite, der Kreis mit den Sitzgelegenheiten wurde vergrößert.

Im Zuge der Umgestaltung des Innenstadtrings wurde die Grünanlage entfernt, um provisorischen Parkraum zu schaffen.

Der Gemeinderat beschloss im Jahr 2000 die provisorischen Parkplätze wieder in einen Ruhebereich umzuwandeln. In den folgenden Jahren beschäftigte sich der Gemeinderat immer wieder mit der Neugestaltung des Platzes. Als dann noch eine Diskussion über die Gesinnung des Namensgebers aufkam, wurde die Umbenennung in „Europaplatz” beschlossen.

2007 wurde von einem Investor ein Plan zur Gestaltung des Platzes vorgelegt. Demnach sollen aus den fünf Bruchsaler Partnerstädten jeweils eine Skulptur aufgestellt werden und dazu eine aus Bruchsal selbst. Der private Investor wollte sich mit einem eigenen Gebäude beteiligen, dazu sollte es – ähnlich der früheren Anlage – öffentliche Sitzgelegenheiten geben. Die Eröffnung war für den Europatag 2009, der jährlich am 9. Mai stattfindet, vorgesehen. Diesem Plan wurde vom Gemeinderat zugestimmt.

Mit den Partnerstädten wurden die Künstler und deren Werke ausgesucht und die Arbeiten dann in den Räumen des Steinmetzbetriebes Wilhelm in der Friedhofstraße ausgeführt. Alle Skulpturen wurden termingerecht fertiggestellt und mussten dann dort eingelagert werden.

Die Bauarbeiten am Platz selbst wurden aber immer wieder verschoben, da das Projekt auf der Kippe stand.

Erst am 15. September 2009 fand der „Erste Spatenstich” zum Bau der neuen Anlage statt. Ein weiterer Höhepunkt war am 19. April 2010 mit der Aufstellung der Skulpturen.

Mit einem Fest wurde vom 7. bis 9. Mai 2010 der Platz der Öffentlichkeit übergeben. Aus den fünf Partnerstädten, Ste. Ménehould und Ste. Marie-aux-Mines in Frankreich, Gornja Radgona in Slowenien, Volterra in Italien und Cwmbrân in Wales, waren Gäste angereist, die ihre Skulpturen enthüllten.

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