Judentum in Flehingen

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In Flehingen gab eine große jüdische Landgemeinde im Kraichgau.

Geschichte

Die erste Synagoge in Flehingen war im 18. Jahrhundert in der Samuel-Friedrich-Sauter-Straße (Hausnummer 14), von 1873 bis 1938 gab es eine Synagoge in der Gochsheimer Straße (Hausnummer 14), an die eine Gedenktafel erinnert.

Die jüdischen Bürger Flehingens wurde 1940 deportiert und 15 starben, vor allem im Konzentrationslager Gurs.

Gedenken

Neben der Gedenktafel für die Synagoge gibt es einen Gedenkstein in der Leopold-Feigenbutz-Realschule mit dem Gegenstück in Neckarzimmern.

Im Rahmen der Aktion Stolpersteine in Flehingen gab es im Dezember 2010 eine Gedenkveranstaltung im Foyer der Schlossgartenhalle mit 250 Teilnehmern, auf der Schüler des Melanchthon-Gymnasiums über ihre Forschung berichteten. Die Veranstaltung wurde von einer Holocaust-Leugnerin gestört.

Der Ortschaftsrat hatte der Verlegung der Stolpersteine unter der Bedingung zugestimmt, dass die Hauseigentümer ebenfalls zustimmen. Daher konnten am 15. Dezember 2010 nur für 12 der 15 Flehinger Bürger Erinnerungssteine gesetzt werden. Ein Ausweichplatz für drei Stolpersteine für die Flehinger Famile Schlesinger war am Tag der Verlegung noch offen.[1]

Fußnoten

  1. BNN, Ausgabe Bretten (140), vom 16. Dezember 2010, Seite 17