Helmut Dahringer

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Dahringers Grab auf dem Waldfriedhof Gaggenau

Helmut Dahringer (* 16. November 1919; † 7. Februar 2011) war ein Jurist und Oberbürgermeister der Stadt Gaggenau.

Leben und Wirken

Der Jurist Dr. Helmut Dahringer promovierte über das Thema „Berufs- und Laienrichter in der deutschen Rechtspflege: Geschichtliche Entwicklung seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts“ an der Universität Freiburg. Danach war er zuerst als Amtsrichter und Staatsanwalt tätig.

Von 1968 bis 1984 war er Oberbürgermeister von Gaggenau. Bei der Oberbürgermeisterwahl im Mai 1976 wurde er mit 95,7 Prozent wiedergewählt. In seine Amtszeit fiel die Eingliederung der Gemeinden Rotenfels, Selbach, Oberweier, Freiolsheim, Sulzbach, Hörden und Michelbach in die Stadt Gaggenau, wodurch sie auf das Doppelte ihrer Einwohnerzahl und auf das Fünffache ihrer ursprünglichen Gemarkungsfläche anwuchs. Auch bei der 1970 mit ins Leben gerufene Städtepartnerschaft mit Annemasse in Frankreich war er beteiligt. Viele Vereine und Gemeinschaften hatte er gefördert und den Verein „Gaggenauer Altenhilfe“ mitgegründet, der ein Alten-, Wohn- und Pflegeheim bauen ließ, das später nach ihm benannt wurde.

Von 1969 bis 1984 war er als Vorsitzender des Verwaltungsrates und des Kreditausschusses der damaligen Stadtsparkasse Gaggenau tätig.

Mit 88 Jahren trat er aus der SPD aus, da sie für ihn nicht mehr „die Partei Willy Brandts“ war.

Der Witwer starb 91-jährig an einem Herzstillstand und hinterließ zwei Töchter. Eine Gedenkfeier der Stadt gab es aufgrund des Wunsches der Familie nicht, die Beerdigung fand im engsten Familienkreis statt.

Ehrungen

  • Ehrenbürger von Gaggenau (Juni 1984)
  • Ehrenbürger von Annemasse (französische Partnerstadt von Gaggenau)
  • Verdienstkreuz am Bande
  • Verdienstkreuz Erster Klasse
  • Das Helmut-Dahringer-Haus, ein Alten-, Wohn und Pflegeheim in der Bismarckstraße, wurde nach ihm benannt.
  • Ehrenmitglied der Badischen Herrengesellschaft Wolfschlucht