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Badischer Frauenverein
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Der Badische Frauenverein war eine interkonfessionelle, überparteiliche und gemeinnützige Frauenorganisation. Er wurde von Großherzogin Luise von Baden anlässlich des italienischen Krieges in Leben gerufen und führte Sammlungen von Geld, Kleidung und Verbandsmaterial zur Unterstützung der österreichischen Truppen durch.
Nach dem Kriegsende beschloss der Verein, seine Tätigkeit in Friedenszeiten fortzuführen und auch Krankenpflegerinnen auszubilden.
Zu den Arbeitsfeldern des Vereins gehörten nach der Jahrhundertwende die Fürsorge für Arme, Wöchnerinnen und Säuglinge, Kinder, schulentlassene Mädchen und Arbeiterinnen sowie Krankenpflege und Tuberkulosebekämpfung. Im Hildahaus wurde eine Kinderkrippe für bedürftige Mütter eingerichtet.
Durch die Zugehörigkeit zum Roten Kreuz war der Verein zur Unterstützung des militärischen Sanitätsdienstes im Kriegsfall verpflichtet.
Trotz konservativer, patriotischer Ausrichtung spielte der Badische Frauenverein auf dem Weg der Frauen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert in die gesellschaftlich-politische Öffentlichkeit und zur politischen Gleichberechtigung eine wichtige Rolle.
Literatur
- Der Badische Frauenverein 1859-1918: Rotes Kreuz, Fürsorge und Frauenfrage von Kerstin Lutzer. Stuttgart : Kohlhammer, 2002. (Veröffentlichungen der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg : Reihe B, Forschungen ; Bd. 146) ISBN 3-17-017034-1
Weblinks
- Großherzogin Luise von Baden - eine politische Biographie, von Ilona Scheidle, Universität Heidelberg (PDF-Datei)
Kategorien: Verein | Geschichte | Frauen
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Mr.Wong
