Wilhelm-Lauter-Denkmal

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Wilhelm-Lauter-Denkmal

Das Wilhelm-Lauter-Denkmal erinnert an Wilhelm Lauter, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe von 1870 bis 1892.

Geschichte

Am 12. Mai 1892 beschloss der Stadtrat, den Lauterberg nach dem einen Monat zuvor verstorbenen Oberbürgermeister zu benennen und ihm dort ein Denkmal zu widmen. Der Bildhauer Hermann Volz wurde damit beauftragt; er legte bereits im Juli einen Entwurf vor.

Am 5. November 1894 wurde der Vertrag unterzeichnet, der eine Büste mit Büstenfuß aus Bronzeguss in anderthalbfacher Lebensgröße und als Liefertermin den 1. Oktober 1895 vorsah. Die Kosten wurden auf 5.000 DM festgelegt. Ende März war das Modell fertig, der Guss im Juli, ausgeführt durch den Stuttgarter H. Pelargus[1]. Für das Postament[2] war das Hochbauamt unter Wilhelm Strieder zuständig, der durch das Unternehmen Rupp & Möller einen Sockel aus rotem schwedischem Granit für 2.535,30 Mark anfertigen ließ.

Am 14. Oktober 1895[3] wurde das Denkmal im Beisein des Großherzogs am östlichen Ufer des Stadtgartensees in der Nähe der Festhalle enthüllt. Dieser Ort war bei der Bevölkerung umstritten, da das Denkmal allen zugänglich gemacht werden sollte, nicht nur denjenigen, die sich eine Eintrittskarte für den Stadtgarten leisten können.

Beim Ersten Weltkrieg blieb das Denkmal von Einschmelzungen verschont, aber beim Zweiten Weltkrieg erlitt es durch einen Fliegerangriff einige Schäden, die 1949 wieder repariert waren. Im Februar 1950 sollte die Büste auf den leeren Sockel des Schnetzler-Denkmals gestellt werden, was aber im letzten Moment verhindert werden konnte. Im gleichen Jahr setzte der Oberbürgermeister für die Wiederaufstellung des Denkmals im Stadtgarten auf, der alte Sockel war jedoch noch zerstört. Der Steinhauermeister Karl Huber fertigte einen neuen Sockel aus dem hellen Sandstein der ehemaligen Bahnhofsarkaden. Dieser jedoch war sehr viel kleiner als der frühere Sockel, was einerseits zur Folge hatte, dass das Denkmal an einem neuen Ort aufgestellt wurde, am Lauterberg, andererseits musste Lauters Vorname abgekürzt werden, da er nicht komplett auf eine Linie passte.

Lage

Seit 1951 befindet es sich am südwestlichen Fuße des Lauterbergs im Stadtgarten. Dieser Ort im Stadtplan:

Quelle

„Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945“ (Band 7 der Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Herausgeber Heinz Schmitt), 2. Auflage, Karlsruhe 1989. ISBN 3761702647, Seiten 382-395

Weblinks

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Hugo Pelargus“
  2. auch Piedestal genannt: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Piedestal“
  3. laut in den Fußnoten angegeben Quelle, laut Stadtchronik Karlsruhe am 15. Oktober 1895