Saline Bruchsal

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In der Saline Bruchsal wurde im 18. und 19. Jahrhundert Salz gewonnen.

Heute erinnert in Bruchsal nur noch die Salinenstraße an die ehemalige Salzproduktion.

Geschichte

1721 ließ der Fürstbischof von Speyer Kardinal Hugo Damian von Schönborn an den Solequellen im Norden Bruchsals ein Siedehaus errichten. Das Salzwerk erhielt das Monopol im Fürstbistum und die Saline erlebte um die Mitte des 18. Jahrhunderts eine Blütezeit. Von Schönborns Nachfolger Franz Christoph von Hutten ließ am 25. Juni 1748 den Grundstein zu einer Saline in der südlichen Vorstadt von Bruchsal legen. Allerdings nahm der Salzgehalt der Quellen mit zunehmender Beanspruchung immer mehr ab und Anfang des 19. Jahrhunderts verlor die Saline an Bedeutung. Bruchsal gehörte nunmehr zum Großherzogtum Baden, und die Saline trat in Konkurrenz zu den Staatsalinen in Rappenau und Dürrheim. Die Bruchsaler Saline war bis 1824 in Betrieb. Das Gebäude wurde ab 1922 als städtisches Jugendheim genutzt.

1945 wurden die letzten Reste der Saline bei einem Bombenangriff zerstört. Im Bruchsaler Schloss hatte ein Bild der Saline im Deckenfresko des Kuppelsaales existiert, welches aber demselben Bombenangriff zum Opfer fiel.

Literatur

  • Hans-Heinz Emons und Hans-Henning Walter: „Alte Salinen in Mitteleuropa: zur Geschichte der Siedesalzerzeugung vom Mittelalter bis zur Gegenwart”. Leipzig: Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, 1988, S. 200, ISBN 3-342-00352-9

Siehe auch

Weblinks