Otto Debatin

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Otto Debatin (* 26. Juli 1904; † 4. Dezember 1966) war Bruchsaler Malermeister. Besonders tat er sich in seinem Engagement für die Freiwillige Feuerwehr Bruchsal hervor.

Leben und Wirken

Debatin, der in der Durlacher Straße ein Malereigeschäft betrieb, trat am 24. April 1924 der Bruchsaler Feuerwehr bei. Mitte der 1930er Jahre besuchte er mehrfach die in Schwetzingen gelegene Landesfeuerwehrschule. Im Zweiten Weltkrieg war er überörtlicher Einsatzleiter.

Im September 1945 wurde er von der amerikanischen Besatzungsmacht zum Kommandant der Bruchsaler Feuerwehr bestimmt und mit dem Wiederaufbau derselben beauftragt. Im Jahr darauf wurde er Kreisbrandmeister und damit mitzuständig für die überregionale Feuerwehrreorganisation. Er blieb bis zu seinem Tode im Amt.

Debatin engagierte sich für die Umsiedelung der zerstörten Landesfeuerwehrschule von Schwetzingen nach Bruchsal. Unterstützt wurde er dabei von Landrat Leo Weiß und Bürgermeister Franz Bläsi, der in Bruchsal ein Schulzentrum errichten wollte. Nach einigen Widerständen setzten sich die Umsiedlungsbefürworter 1947 durch.

Debatin setzte auch durch, dass die Mitglieder der Bruchsaler Feuerwehr ihre Söhne zum Beitritt in diese brachten, um so den in der Nachkriegszeit herrschenden Personalmangel zu lindern (Sein eigener Sohn Werner Debatin trat 1946 bei).

1955 gründete Debatin den Nordbadischen Feuerwehrverband und übernahm einige Jahre dessen Vorsitz. Daneben beteiligte er sich an der Einrichtung des Feuerwehr-Erholungsheims Titisee und saß im Sozialbeirat des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Bevor er nach 20 Jahren Amtszeit als Kommandant der Bruchsaler Feuerwehr abgelöst wurde, bereitete er die Gründung einer Jugendfeuerwehr vor, die aber erst nach seinem Tod vollzogen wurde.

Otto Debatin starb am 4. Dezember 1966 an den Folgen eines Herzschlages.

Ehrungen