Karl Gremmelspacher

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Karl Gremmelspacher (* 29. Januar 1851 in Kirchzarten; † 6. Februar 1931 in Bruchsal) war ein Pädagoge und Theologe.

Leben und Wirken

Gremmelspacher wurde 1851 als Sohn von Josef Gremmelspacher und Pauline Wehrl geboren.

Nach dem Theologiestudium und der 1877 empfangenen Priesterweihe war er zunächst drei Jahre lang als Professor in der Diözese Basel und dann nach einer kurzen Vikariatszeit von 1881 bis 1892 am Gymnasium in Bruchsal als Lehrer tätig. 1883 wurde er zusätzlich Geistlicher an der Justizvollzugsanstalt Bruchsal.

1888 richtete er in der Bruchsaler „Reserve“ eine „Privat-Bürger-Schule mit Internat“ ein. Diese wurde 1891 zur „Höheren Bürgerschule“ in städtischer Trägerschaft umgewandelt, Gremmelspacher zunächst deren provisorischer, nach der staatlichen Anerkennung 1892 amtlicher Vorstand.

Daneben leitete er zwischen 1891 und 1904 auf eigene Rechnung ein Schülerpensionat, welches sich auf dem Schulgelände befand. Gremmelspachers Führungs- wie privater Lebensstil wird in zeitgenössischen Berichten als vergleichbar liberal beschrieben. Das Pensionat und die Personalunion von Pensions- und Schulleitung wurden bei Visitationen kritisiert.

Schließlich geriet Gremmelspacher selbst in die Kritik: Der gewollten Erhebung zur Oberrealschule sei er aufgrund seiner bei weitem nicht ausreichenden Kompetenz (besonders kritisiert wurde sein mangelhafter Mathematik-Unterricht) nicht gewachsen, wurde 1906 vermerkt. Anfang 1912, anlässlich der Vorbereitungen zur Erhebung der Schule, wurde ihm ein „ungeschickte Wesen“ bescheinigt. Zeitgenössischen Berichten zufolge war er auch nur mäßig beliebt bei den Bürgern der Stadt. Er musste schließlich seinen Posten und kurz darauf auch seine Wohnung räumen und wurde – wenn auch ehrenvoll – zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Bis 1919 durfte er noch aushilfsweise den Religionsunterricht übernehmen.

Kurzzeitig gab er 1916 auch an der Mozartschule sowie 1923/24 und 1927-1931 am St. Paulusheim aushilfsweise Mathematikstunden.

Da er als Priester unverheiratet blieb, führten zuerst Nonnen, später seine beiden Nichten seinen Haushalt. Zuletzt wohnte er in der Unteröwisheimer Straße 14, nahe seiner ehemaligen Schule.

Ehrungen