Hermann Kupferschmid

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Hermann Kupferschmid (* 19. September 1885 in Waldshut-Tiengen, Großherzogtum Baden; † 7. Juli 1975 in Achern) war ein Maler und Grafiker.

Leben und Wirken

Hermann Kupferschmid studierte zunächst Architektur in München und Karlsruhe. Sein Diplom-Examen legte er 1908 ab. Danach besuchte er die Karlsruher Akademie: Die Zeichenklasse bei Ernst Schurth, die Radierklasse bei Walter Conz. Eine Studienreise führte ihn 1912 nach Paris und Holland.

Thema seiner Aquarelle, Ölbilder und Radierungen war auch die Industrie allgemein, insbesondere auch das Hammerwerk in Söllingen. 1922 wurde ein Katalog seiner Radierungen von der Karlsruher Galerie Moos herausgegeben.

Kupferschmid war Leutnant der Reserve und Mitglied im Offizierverein des 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109; ins Regiment kam er 1915, also während des Ersten Weltkrieges (1914–’18).

In den 1930er Jahren lebte er in Karlsruhe in der Ebertstraße 6.

Ab 1934 war er Lehrer für freie Graphik an der Hochschule für bildende Künste in Karlsruhe, als Nachfolger von Walter Conz. Im gleichen Jahr heiratete er auch.

1938 kaufte er sich ein Bauernhaus in Sasbachwalden im Schwarzwald, wo er viele Jahre lebte. Dort entwarf er die Maske der Glunkerle, der dortigen Fasnetzunft.[1]

Prof. Kupferschmid wurde in Karlsruhe beigesetzt.

Werke

Für die Majolika Manufaktur fertigte er einige Graburnen aus Steinzeug.[2]

Ehrungen

  • Graphikpreis der Rheinlande (1912)
  • Silberne österreichische Staatsmedaille für bildende Kunst (1913)
  • Badener Staatspreis (1933)

Literatur

  • „Der Graphiker und Maler Hermann Kupferschmid”, in: „Ekkhart. Jahrbuch für den Oberrhein.“ 1966.
  • Renate Liessem-Breinlinger: Kupferschmid, Hermann: Graphiker und Maler, in: Baden-Württembergische Biographien, Band 4 (2007, ISBN 978-3-17-019951-4 und ISBN 3-17-019951-X), Seite 198 ff.

Ausstellung

Bereits 2005 gab es eine Ausstellung über die beiden Maler Conrad Kayser und Hermann Kupferschmid in Sasbachwalden im Ortenaukreis.

Anlässlich seines 125. Geburtstages plant der Kunstverein Sasbachwalden eine Ausstellung vom 27. Februar bis 14. März 2010 im Kurhaus „Zum Alde Gott“ in Sasbachwalden.

Weblinks

Fußnoten

  1. narrenzunft-sasbachwalden.de: Die Glunkerle, Zugriff am 5. Januar 2010
  2. Nicola Moufang: Die Grossherzogliche Majolika Manufaktur in Karlsruhe, Karl Winter, Heidelberg 1920, Seite 73