Gefallenendenkmal der 35. Division

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Das Gefallenendenkmal der 35. Division in der Weststadt ist ein Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg (1939 bis 1945) Gefallenen der 35. Division der Wehrmacht.

Gestaltung

Das schlichte Gefallenendenkmal aus grauem Stein in Form eines Sarkophags zeigt an der linken Schmalseite ein stilisiertes Eisernes Kreuz, an der rechten einen Fisch, das Symbol der Division. Auf der Rückseite sind die Truppenteile der 35. Division aufgeführt, darunter das Karlsruher Grenadier-Regiment 109.

Auf der Vorderseite befindet sich als Inschrift die Widmung

  DIE 35. DIVISION
IHREN GEFALLENEN
 1939-1945

Lage

KaHildapromenade-GefDenkmal-01.jpg

Es steht im Grünstreifen zwischen den Straßen nördliche Hildapromenade und südliche Hildapromenade.

Dieser Ort im Stadtplan:

Geschichte

Das Denkmal wurde anlässlich der 3. Wiedersehensfeier ehemaliger Angehöriger der 35. Infanterie-Division, vom „Kameradendienst der 35. Infanteriedivision e.V.“, am 31. Mai 1964 eingeweiht.

Im Frühjahr 2014 forderte die Karlsruher Linke die rasche Beseitigung des Ehrenmals „in einer offiziellen, öffentlichen und aufklärenden Aktion durch die Stadt Karlsruhe[1], da die Einheit an Verschleppung und Tod von mindestens 9.000 Zivilisten in Weißrussland beteiligt gewesen sei. Die Stadt Karlsruhe antwortete auf die Anfrage, dass das Denkmal als Kulturdenkmal eingestuft sei und den Umgang mit der NS-Geschichte in den ersten zwei Jahrzehnten der Bundesrepublik Deutschland veranschauliche. Daher wurde Ende Januar 2016 eine Erinnerungsstele aufgestellt, auf der sich die Stadt von der damals erteilten Genehmigung für den Gedenkstein distanziere.

Literatur

Jürgen Schuhladen-Krämer: Ein fragwürdiges Ehrenmal, in: Blick in die Geschichte, Nr. 105, vom 12. Dezember 2014

Fußnoten

  1. Meldung Karlsruher Linke fordern Beseitigung des Ehrenmals an Hildapromenade vom 30. März 2014 bei ka-news.de