Baden

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Großherzogtum Baden
Grenzschild mit Wappen der Republik Baden
Flagge des Großherzogtum Baden 1891-1918
Baden seit 1819
Die Landkarte von Baden im Jahr 1885

Die Geschichte Badens reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, dieser Artikel gibt darüber einen kurzen Überblick und verweist auf die weitergehenden Artikel im Stadtwiki.

Chronik Badens

Baden gehört bis 1806 zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Von 1870 (Beitritt zum Norddeutschen Bund) bis 1934 ("Gleichschaltung") ist es ein Bundesstaat des Deutschen Reiches.

12. Jahrhundert

Die Zähringer, seit 1112 Markgrafen von Baden, besitzen die Grafschaft im Breisgau und in der Ortenau, die Burg von Baden-Baden, sowie Backnang und Besigheim.

13. Jahrhundert

Die Zähringer erwerben unter anderem Pforzheim, Durlach, Ettlingen und die Burg Alt-Eberstein.

15. Jahrhundert

Im 15. Jahrhundert machen weiterer Gebietszuwachs und eine straffe Verwaltung Baden zu einem bedeutenden Staat am Oberrhein.

16. Jahrhundert

Im 16. Jahrhundert entstehen 1535 durch die Teilung der Markgrafschaft Baden die beiden Kleinstaaten der katholischen Linie Baden-Baden und der evangelischen Linie Baden-Durlach.

18. Jahrhundert

Diese Teilung hält bis ins 18. Jahrhundert. 1715 wird die neugegründete Stadt Karlsruhe Residenz der Markgrafen von Baden-Durlach. 1771 vereinigt Karl Friedrich von Baden die Markgrafschaft wieder und führte zahlreiche Reformen im Sinne des aufgeklärten Absolutismus durch.

19. Jahrhundert

Anfang des 19. Jahrhunderts erreicht Karl Friedrich von Baden im Bündnis mit Frankreich unter Napoleon zwischen 1803 (Reichsdeputationshauptschluß) und 1810 eine Vergrößerung Badens von 3.600 qkm mit rund 175.000 Einwohnern auf 15.000 qkm mit fast 1 Million Einwohnern.

1806 wird Baden Großherzogtum und Karl Friedrich dessen erster Großherzog.

1818 bekommt Baden eine Verfassung und ein Wahlgesetz, die vorbildlich für den deutschen Frühkonstitutionalismus sind. Im April und September 1848 kommt es zu Aufständen unter Führung von Friedrich Hecker und Gustav Struve und im Mai 1849 mit der Einsetzung einer republikanischen Regierung zur Revolution, die von preußischen Truppen niedergeschlagen wird. 1870/71 beteiligt sich Baden aktiv an der Reichsgründung und wird ein Bundesstaat des Deutschen Reichs.

(Siehe auch Großherzogtum Baden)

20. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert bringt große Umbrüche und schließlich das Ende Badens als Staat:

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1914-18) stellt die neue Verfassung von 1919 einen vom Landtag jährlich zu wählenden Staatspräsidenten an die Spitze der Regierung.

1940 wird durch das NS-Regime eine Verwaltungsunion zwischen dem seit 1933 "gleichgeschalteten" Baden und dem Elsass eingeleitet.

1945 teilen die Besatzungsmächte Baden. Der nördliche Teil wird mit Württemberg zu Württemberg-Baden (amerikanische Besatzungszone) vereinigt und der südliche Teil behält den Namen Baden (französische Besatzungszone). Nach einer Volksabstimmung vom 6. Dezember 1951 geht Baden am 25. April 1952 endgültig in das Bundesland Baden-Württemberg (inclusive Baden, Württemberg und Hohenzollern) auf. Die Teilung in die Besatzungszonen hatte Nachwirkungen bis 1998: Erst dann fusionierten der Sender der amerikanischen Besatzungszone, der Süddeutsche Rundfunk (SDR für Württemberg-Baden gegründet mit Sitz in Stuttgart) und der Sender der französischen Zone, der Südwestfunk (SWF für die französischen Länder Baden, Württemberg-Hohenzollern und Rheinland-Pfalz gegründet mit Sitz in Baden-Baden) zum 2-Länder-Sender Südwestrundfunk (SWR).

siehe auch

Literatur

Weblinks