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Modell-Eisenbahn-Club

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Der Modell-Eisenbahn-Club Karlsruhe e.V. (MEC) sieht sich in der Tradition des Modelleisenbahn-Clubs (MEC) von 1962.

Der Club ist Mitglied 184 im Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V. (BDEF).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Initiatoren, die den Modelleisenbahn-Club 1962 ins Leben gerufen hatte, gründeten - damit sozusagen zweifache Gründungsmitglieder - am 6. Juni 1978 eine neue Vereinigung, zum dritten Male mit dem traditionsreichen Namen Modell-Eisenbahn-Club Karlsruhe. Vorsitzender war wieder Kurt H. Erat, zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Hermann Worch gewählt. Am 1. August 1978 wurde der Verein beim Registergericht Karlsruhe unter Nummer 1212 eingetragen.

Noch im Gründungsjahr fand man eine neue Bleibe für die 21 Mitglieder. Es war eine seit langem leerstehende und völlig verwahrloste Dachgeschoßwohnung, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und Nebenräumen in einem unter Denkmalschutz stehenden Haus. Eigentümerin war eine kommunale GmbH.

Mit einer beispielhaften Energieleistung schafften es die Mitglieder, dass schon im Dezember 1978 ein gemütliches Beisammensein in den von Grund auf renovierten Räumen – dazu gehörte die völlige Erneuerung der Elektroinstallation, die Sanierung der teilweise verrotteten Fußböden und vieles andere mehr – stattfinden konnte. Es war allerdings das erste und letzte Mal, dass man sich ungehindert in den noch leeren Räumen bewegen konnte, sollte doch möglichst bald mit dem Bau der neuen Clubanlage begonnen werden. Dafür waren die drei vorhandenen Zimmer vorgesehen, während in der Küche der Werkstattraum eingerichtet werden sollte.

Wie die erste ab 1962 errichtete Clubanlage, entstand die neue in Nenngröße H0 und im 2 L = System. Konzipiert war sie als zweigleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahn mit verdeckten Wendeschleifen an den beiden Enden ("Hundeknochen") und einer vom Durchgangs-(Haupt-) bahnhof ausgehenden eingleisigen elektrifizierten Nebenbahn, die in einem Kopfbahnhof endet. Da die Gebäudeeigentümerin erfreulicherweise gestattete, nichttragende Wände zu durchbrechen, waren einer freizügigen Streckenführung durch die drei dafür vorgesehenen Räume fast keine Grenzen gesetzt. Im übrigen hatte jeder Raum einen Schwerpunkt, Zimmer A das Dampflok-Bw, das mittlere Zimmer B den Hauptbahnhof und Zimmer C den Kopfbahnhof der Nebenbahn.

Von der Epoche her war die Anlage etwa Mitte der 50er Jahre (Epoche III) eingeordnet, so dass neben einem vielfältigen Angebot von Dampfloktypen auch schon moderne Dieselloks eingesetzt werden konnten. Die elektrifizierte Nebenstrecke (Denkanstoß Höllentalbahn, Wiesentalbahn) ließ demgegenüber kaum die Verwendung moderner E-Loks und ET's zu, die weitgehende Beschränkung auf Triebfahrzeuge älterer Baujahre war aber kein Nachteil. Die Fahrleitung stammte - wie konnte es anders sein - von Sommerfeld. Dabei ist besonders erwähnenswert, dass die gesamte Fahrleitungsanlage des Kopfbahnhofs mit Hilfe eines Gleisplanes der Anlage im Maßstab 1:1 vom Inhaber der Lieferfirma individuell entworfen wurde. Damit waren nicht nur die genauen Standorte der Fahrleitungsmasten (z.B.Abspannmaste) festgelegt, sondern gleichzeitig die Aufhängung der Fahrleitung teils an Einzel-masten, teils an Quertragwerken.

Für die Verlegung der Strecken- und Bahnhofs- bzw. BW-Gleise wurde Meterware verschiedener Herkunft (2,5 mm Profil) - teil starr, teils flexibel - verwendet; die Weichen, DKWs und Kreuzungen stammten überwiegend von Roco, der Rest - soweit nicht Eigenbau - von Casadio, Pilz und Shinohara. Die Roco-Weichenantriebe wurden später durch motorische Bemo-Antriebe ersetzt.

Die zweigleisige Hauptstrecke wurden nach dem Prinzip des automa-tischen Streckenblocks gesichert. Entsprechend der wiedergegebenen Epoche waren Formsignale (Fleischmann) eingebaut und je nach erfordernis, auch Blockstellen eingerichtet. Der Kopfbahnhof verfügte über ein Gruppenausfahrsignal (Einfahrt über Trapeztafel K 13), während der Hbf. östlich mit Licht - und westlich mit Formsagnalen ausgerüstet wurde. Formsignale wegen der Erkennbarkeit des Signalbildes von hinten. In den verdeckten Streckenabschnitten wurde auf die Aufstellung von Modellsignalen verzichtet und die Signalstellung durch Rot/Grünlicht angezeigt. Die selbstständige Signalschaltung erfolgte über Arnold - Kontakte, die auch nach abgeschlossenem Gleis-bau an jeder Stelle, auch in Kurven, eingebaut werden konten. Sie haben sich gut bewährt und waren außerdem - da ja eigentlich für 9 mm Spur-weite bestimmt - ganz unauffällig.

Auch außerhalb der Clubräume war der MEC Karlsruhe aktiv. So zeigte er anläßlich der Jubiläumsausstellung zum zehnjährigen Bestehen des französischen Eisenbahnmuseums in Mühlhausen / Elsaß im Jahre 1981 eine Demonstrationsanlage mit Spur 0 - Material aus den dreißiger Jahren und eine Vitrine mit ausgewählten Handarbeits- und Bausatzmodellen in H0. Dafür wurde der MEC mit einem 1. Preis ausgezeichnet.

Für seine Beiträge zu den internationalen Modell - Bahn - Ausstellungen in Metz, Nancy, und Souffelweyersheim wurde der Club ebenfalls mehrfach mit Auszeichnungen bedacht. In Ettlingen und Pforzheim veranstaltetete der MEC eigene mehrwöchige Ausstellungen, die - jeweils für sich - mehrere tausend Besucher anzogen. Bei der Pforzheimer Ausstellung von 1985/86 waren es allein über 7000 Schau-lustige! Schließlich beteiligt sich unser Verein seit langer Zeit mit jeweils wechselnden Konzepten bei der alljährlichen Adventsausstellung der Modellbahnfreunde Keltern e. V.

Leider mußten wir nach rund fünfzehn Jahren unser Domizil räumen, weil wir preislich mit einem anderen Interessenten (Computerhandel) nicht mithalten konnten. Die Club-Anlage wurde abgebrochen. Nur wenige markante Teile konnten erhalten werden, der Rest landete in der Schuttmulde. Seit dem 1. Januar 1994 waren die Habseligkeiten des MEC zeitweise im Gemeindezentrum der Christ-Königs-Pfarrei in Rüppurr untergebracht. Dort waren im Rahmen der Pfarrgemeindefeste zweimal im Jahre Vorführungen. Inzwischen sind auch diese Anlagenreste verschrottet.

1999 veranstaltete der MEC den Verbandstag des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V. in Karlsruhe mit 230 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet.

2003 konnte der neue Club sein 25jähriges Bestehen feiern.

aktuell

Mitgliederabende finden jetzt regelmäßig donnerstags statt im Gasthaus Georg-Friedrich in der Oststadt, einmal im Monat auch mit den Ehefrauen. Dort werden Informationen ausgetauscht und Neuheiten auf dem Modellbahnsektor diskutiert. Auch finden regelmäßig Reisen ins Ausland zu interessanten Bahnen statt.


Adresse

Modell-Eisenbahn-Club Karlsruhe e.V.
Bachstraße 33
76185 Karlsruhe
Telefon: (07 21) 55 24 66

Weblinks

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