Johann Baptist Tuttiné

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Johann Baptist Tuttiné (* 3. Juli 1838 in Bräunlingen; † 24. August 1889 in Karlsruhe) war ein Maler.

Leben und Wirken

Johann Baptist Tuttiné wurde als Sohn eines kinderreichen Schuhmachers geboren. Bereits als Kind und junger Mann malte und verkaufte er Heiligenbilder. Obwohl seine Eltern früh starben, konnte er in Vöhrenbach eine Lehre als Uhrenschildmaler absolvieren. Danach konnte er neben seiner Arbeit Zeichenkurse besuchen.

Er studierte an der Kunstakademie Karlsruhe von 1862 bis 1866, 1869 bis 1871 und 1878/79 bei Ferdinand Keller, Hans Canon und Karl Hoff. Zwischendurch führte er Studienreisen durch.

Auf seinen Bildern stellte er das volkstümliche Leben dar (Genremalerei) und spezialisierte sich auf Trachtenmalerei.

Anlässlich der Silberhochzeit des Großherzoglichen Paares sowie der Hochzeit von Viktoria von Baden mit dem Kronprinzen Gustav von Schweden und Norwegen 1881 erhielt er von der Stadt Karlsruhe den Auftrag, einen Trachtenfestzug zu organisieren. Nach dem Erfolg der Veranstaltung wurde er vom Großherzog beauftragt, den Trachtenumzug zu malen. Von diesem wurde er auch mit dem Orden vom Zähringer Löwen ausgezeichnet.[1]

Er starb mitten in der Arbeit an einem wiederholten Schlaganfall.

Werke

Junge Bäuerin in Tracht

Laut Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts: Beitrag zur Kunstgeschichte, 2. Band von 1898, Seite 905-906

  • „Überraschte Spieler“. 1879
  • „Vor der Wahl”. Vier Schwarzwälder Holzbauern an einem Tisch bei Beratung eines Zeitungsartikels. 1883
  • „Erst bezahlen! Musikant in der Schenke”. 1883
  • „Die goldene Hochzeit“, Festzug eines Hauensteiner goldenen Hochzeitspaares auf einem mit Ochsen bespannten Wagen. E: Kunsthalle Karlsruhe. Vom Großherzog von Baden zur Erinnerung an den gelegentlich der silbernen Hochzeit des großh. Paares veranstalteten Festzug bestellt. Im Herbst 1886 vollendet. Zwei Bilder, Darstellungen einer „silbernen“ und „grünen Hochzeit“ sollten sich diesem Bilde anschließen, die zusammen für die Karlsruher Kunsthalle bestimmt waren.

Nachlass

Seine Trachten- und Hausgerätesammlung befindet sich im Badischen Landesmuseum.

Literatur

  • Johann Baptist Tuttiné – Biografische Skizzen. Band 6 der Schriftenreihe der Stadt Bräunlingen, 2009[1]

Weblinks

Quelle

  • Leo Mülfarth: Kleines Lexikon Karlsruher Maler, 2. Auflage, Badenia-Verlag, Karlsruhe 1987 ISBN 3-7617-0250-7 , Seite 260
  • Flyer zur Ausstellung „Vom Waisenkind zum akademischen Maler – zum 120. Todestag von Johann Baptist Tuttiné“ 2009 im Kelnhof-Museum in Bräunlingen

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Stadt Bräunlingen: Johann Baptist Tuttiné - Biographische Skizzen