Baischstraße
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Die Baischstraße führt als Sackgasse ab der Stephanienstraße auf Höhe des Kaiserplatzes nach Norden.
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Straßenname
Benannt ist die Straße seit Anfang an nach dem Landschaftsmaler und Akademieprofessor Hermann Baisch (1846-1894).
Geschichte
Auf den Anwesen Stephanienstraße ~76-96 befanden sich (teilweise bis Ende des 19. Jhd.) 5 Zimmerplätze, auf denen die Karlsruher Zimmerleute ihre Baumstämme lagerten und sie vor der Verarbeitung als Bauholz zurichten konnten. Diese reichten ursprünglich in der Tiefe bis fast zur Bismarckstraße. Der westlichste war der größte und längste (30m breit * 200m tief) und auch der am längsten genutzte, sodaß der Karlsruher Architekt Hermann Billing 1903 für sich und die letzte Besitzerin, die Schreinerswitwe Helmle (deren Familie diesen Platz seit seiner Einrichtung Anfang des 19. Jhd. besaß) den Torbogenbau an der Stephanienstraße 94-96 mit Ateliers für sein eigenes Büro im ausgebauten Dachgeschoß errichtete. 1901-1902 plante und erstellte er hinter dem großen repräsentativen Eingangstorbau die dann neu angelegte Baischstraße als Privatstraße mit für die damalige Zeit typischen Jugendstilvillen in einer architektonisch geschlossenen Form incl. der Gestaltung der Laternen, Tore, Zäune und anderer Einzelheiten.
Von den 5 Jugendstilhäusern wurden in den Weltkriegen nur wenige zerstört, die restlichen sind mehr oder weniger im Original erhalten. Das Haus Nr. 5 wurde Anfang der 1990er Jahre vorbildlich saniert. Vom Torbogenbau wurden Giebelgeschosse 1944 zerstört, die unteren 4 Geschosse bald wieder bewohnt, die Giebelgeschosse 2000 in alter Größe aber "moderner" Gestalt von einer Bauträgerfirma wieder aufgebaut.
Die "Villenkolonie" Baischstraße war von Anfang an eine ruhige und "bessere Wohngegend" fast mitten in der Stadt.
Bilder
Literatur
- Stadtplätze in Karlsruhe, Karlsruher Stadtarchiv, Band 26, INFO-Verlag 2003. ISBN 3881903178
Lage
Dieser Ort im Stadtplan:
del.icio.us
Mr.Wong
