Rudolf Odenwald

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Rudolf Odenwald (* 10. Dezember 1909; † 21. April 1959) war Bürgermeister von Philippsburg.

Leben und Wirken

Rudolf Odenwald besuchte die Volksschule und absolvierte eine Lehre im Schlosserhandwerk. 1927 wurde er im 100.000-Mann-Heer der Reichswehr Berufssoldat bei der 2. Eskadron Fahrabteilung 5 in Ludwigsburg, Württemberg, die die Tradition der ehemaligen Badischen Train-Abteilung Nr. 14 führte. Nach mehreren Versetzungen wurde er im Oktober 1937 zur Luftwaffenschule abkommandiert. Nach englischer Gefangenschaft kehrte er am 30. Juli 1945 in die Heimat zurück.

Am 7. März 1948 fand eine Bürgermeisterwahl in Philippsburg statt, bei der Odenwald das Vertrauen der Bürger bekam.

In seiner Amtszeit kümmerte er sich um die Flüchtlingsprobleme und die Neuansiedlungen einiger Firmen wie der Kinderwagenfabrik Ellermann, der Süddeutschen Glühlampenfabrik Walter Schrickel, der Deutschen Instrumentenfabrik Max B. Martin oder der Gerätefabrik Arthur Maus.

Bei der Bewältigung des Hochwassers 1955 vermittelte er zwischen den Anliegen des Gemeinderats und der der Bürger.

Auch die Einweihung des Philippus-Brunnens (1958) fiel in seine Zeit.

Am 21. April 1959 befasste er sich noch mit dem Thema Schulhausneubau, bevor er plötzlich verstarb. Am 24. April wurde er beigesetzt.

Quelle

  • Bruchsaler Rundschau vom 10. Dezember 2009, Seite 20: „Rudolf Odenwald hat Philippsburg vorangebracht – Alt-Bürgermeister wäre heute 100 Jahre alt geworden“