Pfinz-Saalbach-Korrektion

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Die Pfinz-Saalbach-Korrektion war eine Reihe von weitreichenden Maßnahmen zum Schutz gegen Überschwemmungen und gegen die Versumpfung von Ackerflächen. Im Rahmen der ab 1934 begonnenen Arbeiten entstanden der Pfinz-Entlastungskanal von Grötzingen nach Leopoldshafen und der Saalbachkanal von Bruchsal nach Rußheim. Überschüssiges Wasser, das von Pfinz, Heglach und Alte Bach einerseits und Saalbach andererseits nicht bewältigt werden kann, wird so kanalisiert und rasch zum Rhein hin abgeleitet.

Auch die Korrektion des Pfinzbettes im Westen und der Kanalneubau Neuer Kanal im Osten von Staffort waren Teil dieser Maßnahme. Um den Grundwasserspiegel im Sommer in Pflanzenwurzel Niveau zu halten wurde an der Gemarkungsgrenze zu Spöck ein Wehr eingerichtet durch das der Grundwasserspiegel reguliert wird.

Durch die Beherrschung der Frühjahrshochwasser einerseits und die ganzjährige Nivellierung des Grundwassers andererseits blieben seit der Korrektion Überschwemmungen aus und zuvor nicht nutzbare Flächen wurden für die Landwirtschaft erschlossen.

Literatur

  • „Bad. Gesetz über Wasserschutzmaßnahmen in der Rheinebene zwischen Karlsruhe und dem Wagbach (Pfinz-Saalbach-Korrektion)“ vom 10. Oktober 1934, abgekürzt PfiSaalbKorrekG BA, online verfügbar beim Landesrecht BW Bürgerservice
  • Seite 218 - 223 und 245 - 246 in: „Wässerwiesen. Geschichte, Technik und Ökologie der bewässerten Wiesen, Bäche und Gräben in Kraichgau, Hardt und Bruhrain“. / Hrsg. Dieter Hassler / Michael Hassler / Karl-Heinz Glaser - Ubstadt-Weiher : verlag regionalkultur, 1995. ISBN 978-3-929366-20-4
  • Freie Wähler Dettenheim: fwv - info - aktuell, Nr. 17 vom April 2001, S. 16 f. (PDF)
  • Wilhelm Hauck: Staffort – Schloß und Dorf an der steten Furt (Ortschronik). Gemeinde Stutensee 1993
  • Hanna Heidt: Erinnerungen an die Vergangenheit. Eigenverlag, Schwanen Stutensee-Staffort 2003

Weblinks